Startschuss für 62. Filmfestspiele: So schön ist die Jury in Cannes
zuletzt aktualisiert: 13.05.2009 - 16:51Cannes (RPO). Mit einem großen Staraufgebot und einem 3-D-Film von Disney zum Start versucht das Filmfestival von Cannes, dem grauen Alltag der Wirtschaftskrise zu trotzen. Dazu dürfen sich speziell die männlichen Filmfans über die vielleicht schönste Wettbewerbs-Jury aller Zeiten mit Blickfängen wie Asia Argento, Robin Wright Penn oder Shu Qi freuen.
Vorsitzende des Gremiums ist dieses Jahr die französische Schauspielerin Isabelle Huppert. Mit ihr in der Jury befindet sich neben den Schauspiel-Schönheiten Argento, Qi und Wright Penn auch noch der britische Autor und Drehbuchschreiber Hanif Kureishi.
Außerdem dabei sind der türkische Regisseur, Autor und Schauspieler Nuri Bilge Ceylan, US-Regisseur James Gray und der südkoreanische Filmemacher und Drehbuchautor Lee Chang-Dong sowie die Inderin Sharmila Tagore.
Die gesamte Jury stellen wir Ihnen in unserer Fotostrecke vor.
Im Blitzlichtgewitter auf dem roten Teppich an der Croisette werden vor der Eröffnung am Mittwochabend unter anderem Brad Pitt, Johnny Depp und Penelope Cruz erwartet. Ins Rennen um die Goldene Palme gehen unter anderem die Regisseure Quentin Tarantino, Pedro Almodovar und Ang Lee.
Das Filmfest werde "die größte Ansammlung von schwergewichtigen Regisseuren der vergangenen Jahre" bieten, sagte die Branchenzeitschrift "Variety" voraus. Schon ab Vorabend sicherten sich Amateurfotografen und Filmfans einen Platz vor dem Festivalgebäude, um einen Blick auf ihre Lieblingsstars zu erhaschen.
Außer Konkurrenz gönnte sich Cannes eine eigenwillige Premiere: Erstmals wird zum Start ein 3-D-Animationsfilm gezeigt, der Streifen "Up" der Disney-Tochter Pixar. Bei der Vorpremiere für Kritiker und Journalisten am Mittwochvormittag bekam das 150-Millionen-Dollar-Werk, das für viele den Auftakt zu einer neuen 3-D-Zukunft im Kino verkörpert, kräftigen Applaus.
Um die Goldene Palme, die am Sonntag kommender Woche vergeben wird, wetteifern 20 Regisseure. Ein deutscher Beitrag ist nicht dabei. Neben dem Briten Brite Ken Loach und dem Dänen Lars von Trier steht aber auch der Österreicher Michael Haneke mit seinem in Deutschland gedrehten Film "Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte" am Start des 62. Filmfests in Cannes. Und Tarantinos "Inglorious Basterds" wurde gleichfalls größtenteils in Deutschland gefilmt. Im vergangenen Jahr hatte der Franzose Laurent Cantet mit seinem Schuldrama "Die Klasse" die Goldene Palme bekommen.
Für heiße Nächte sorgt unter anderem die riesige Festival-Disco "VIP Room", die jedes Jahr zahlreiche Promis anzieht. Der französische Modedesigner Christian Audigier will dort nächste Woche ganz unbescheiden seinen 51. Geburtstag feiern: Unter anderem mit Stargast Sharon Stone und einem Privatkonzert von Lenny Kravitz.
Parallel zum Festival findet wie jedes Jahr die weltweit wichtigste Filmmesse statt. Auch wenn Festivalleiter Gilles Jacob eine "leichte Erosion" feststellt, sind die Produzenten, Verleihfirmen und Finanziers der großen Kinoländer trotz Wirtschaftskrise auch dieses Jahr dabei - wenn auch teils mit weniger Personal oder nicht während des gesamten Festivals.
Insgesamt erwartet die Festivalleitung bei der Messe rund 8000 Teilnehmer, 2000 weniger als im Vorjahr. Anders als üblich blieb deshalb bis kurz vor dem Festival in den sonst lange im voraus ausgebuchten Luxushotels an der Côte d'Azur noch das ein oder andere Zimmer frei.
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