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Am 18. Januar wäre der Schauspieler 100 Jahre geworden: Cary Grant: Hollywoods elegantester Charmeur

zuletzt aktualisiert: 18.01.2004 - 14:58

Frankfurt/Main (rpo). Zweifellos war Archibald Alexander Leach einer der attraktivsten Männer, die je vor der Kamera standen. Er spielte an der Seite der begehrtesten Frauen seiner Zeit, von Marlene Dietrich, Katharine Hepburn, Doris Day bis hin zu Grace Kelly. Weltbekannt wurde der gebürtige Brite unter seinem Künstlernamen Cary Grant. Am 18. Januar wäre der Kino-Held 100 Jahre alt geworden.

Grant hat in seiner langen Karriere in über 70 Filmen mit den begehrtesten Frauen seiner Zeit agiert, von Marlene Dietrich, Mae West, Katharine Hepburn, Ingrid Bergman, Doris Day bis hin zur unvergessenen Grace Kelly. Und er hat auch an der Seite solcher Kinogöttinnen stets souverän gewirkt, blendendes Aussehen brachte der stattliche Mann ohnehin in jede Rolle mit.

Für den legendären Alfred Hitchcock war Grant in etlichen Filmen wie "Über den Dächern von Nizza" oder "Der unsichtbare Dritte" die Idealbesetzung der männlichen Hauptfigur, die in turbulente Ereignisse verwickelt wird und sie schließlich übersteht.

Sinn für Komik und Ironie

Einen wie Cary Grant konnte sich das Publikum nie als Bösewicht oder Verlierer vorstellen. Der 1904 im englischen Bristol als Sohn eines Tuchfabrikanten geborene Darsteller vermied folglich auch solche Rollen. Aber seiner typisch britischen Neigung für subtile Komik und Ironie konnte er doch immer wieder - sehr zum Vergnügen des Publikums - frönen.

In Filmen wie "Leoparden küsst man nicht", dem rabenschwarzen Krimispaß "Arsen und Spitzenhäubchen", aber auch den Komödien mit Doris Day wie "Ein Hauch von Nerz" bewies er sein komisches Talent, das ihn in Hollywood binnen weniger Jahre nach seinem Kinodebüt 1932 in die allererste Reihe beförderte.

Die Berufung zum Mimen hatte Grant offenbar früh verspürt, denn schon als 13-Jähriger riss er aus und schloss sich heimlich einer Varieté- und Schauspielwandertruppe an. Zwar wurde er bald wieder unter die väterliche Obhut genommen. Doch schon zwei Jahre später war er abermals bei der Truppe, mit der er 1921 in die USA kam.

Der junge Mann trat in Nachtclubs auf und verdiente sich auch als "lebende Litfass-Säule" ein paar Dollars. Nach einer kurzen Rückkehr in die alte Heimat machte Grant Karriere als Musical-Darsteller am New Yorker Broadway.

Charmeur mit Hang zum Slapstick

Die geschulte Stimme war es nicht zuletzt, die seine folgenreiche Verpflichtung für erste Rollen im noch jungen Tonfilm begünstigte. Sein Markenzeichen wurde der Typ des eleganten Charmeurs mit einem unvergleichlichen Hang zum Slapstick. Darin war er über viele Jahre konkurrenzlos.

Neben Hitchcock nutzen auch große Regisseure wie Howard Hawks und Frank Capra gerne Grants Qualitäten für ihre Filme. 1966 zog sich Grant etwas überraschend aus Hollywood zurück. Aber er hatte einen guten Grund: Im gleichen Jahr wurde sein einziges Kind, die Tochter Jennifer, geboren, die er selbstironisch seine "letzte Produktion" nannte.

Mutter war seine damalige vierte Ehefrau, der noch eine fünfte folgen sollte. Diese, eine 40 Jahre jüngere Engländerin, heiratete er 1981. als er sein Geld schon längst als Vorstandsmitglied eines Parfümkonzerns verdiente.

1969 wurde der Vielgeliebte mit einem Sonder-"Oscar" für seine Verdienste um den amerikanischen Film ausgezeichnet. Es war die längst überfällige Anerkennung für eine Lebensleistung, die auch in der Gegenwart und Zukunft präsent bleibt, weil Cary Grant in so vielen vergnüglichen oder spannenden Streifen mitwirkte, die das Publikum immer wieder gerne sieht.


 
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