Große Staraufgebot: "Cinema for Peace": Diane Kruger und Sharon Stone verzaubern Berlin
zuletzt aktualisiert: 13.02.2007 - 11:43Berlin (RPO). Hollywoodstar Richard Gere hat auf der Gala "Cinema for Peace" im Rahmen der Berlinale gegen die Verfolgung tibetischer Flüchtlinge protestiert. Die gesellschaftlichen Highlights des Abends setzten aber einige weibliche Gäste: Eine blendende Diane Kruger, eine glänzende Moderatorin Sharon Stone, Bai Ling sowie eine Dame zum Anknabbern.
Sänger Bob Geldof forderte zudem die Bundesregierung vor 600 Gästen im Konzerthaus am Gendarmenmarkt auf, die G-8-Präsidentschaft zu nutzen, um die Situation in Afrika zu verbessern. Er bekam dafür unter anderem von den Regierungsmitgliedern Heidemarie Wieczorek-Zeul und Ulla Schmidt Beifall.
Zu den weiteren Gästen zählten am Montagabend Stars wie Christopher Lee, Catherine Deneuve, Antonio Banderas, Marianne Faithfull und Sharon Stone. Darüber hinaus waren die Teenie-Band Tokio Hotel, die Schauspieler Diane Kruger, Moritz Bleibtreu, Martina Gedeck, Detlev Buck, Wolfgang Joop und die Frau des Bundespräsidentin, Eva Luise Köhler, gekommen. Der Erlös der Gala soll Kindern in Darfur sowie tibetischen Flüchtlingen zugute kommen. Eine Eintrittskarte kostete mehr als 600 Euro.
Von chinesischen Grenzposten erschossen
Gere, der bekennender Buddhist ist und als Freund des Dalai Lama gilt, erzählte von einem 17-jährigen Mädchen, das im September 2006 beim Versuch, die Grenze zu überwinden von chinesischen Grenzposten erschossen und in einem Erdloch vergraben worden sei. Im Rahmen der G-8-Präsidentschaft habe Deutschland nun die Chance und Verantwortung, sich für dieses Thema einzusetzen, sagte Gere, der Vorsitzender der International Campaign for Tibet ist.
Geldof erklärte, der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder habe 2005 unterschrieben, dass die Bundesregierung 0,5 Prozent des Bruttosozialprodukts für Entwicklungshilfe für Afrika zur Verfügung stellen werde. «Dieses Versprechen kann keiner brechen, auch nicht seine Nachfolger.» Der Finanzminister sollte nicht skeptisch sein, sondern sagen: «Ja, das kann getan werden.»
Sharon Stone sagte, auf der Welt stürbe alle drei Sekunden ein Kind. Der G-8-Gipfel in Heiligendamm im Juni solle dafür genutzt werden, an die Mächtigen zu appellieren, dass sich da etwas ändern müsse. Christopher Lee rief dazu auf, das Morden in Darfur zu beenden. Er rief die Bundesregierung auf, dem Kinderhilfswerk UNICEF zu helfen, seine Arbeit zu machen.
Die Gala-Veranstalter verliehen auch Preise: Als bester Regisseur wurde Bille August für «Goodbye Bafana» ausgezeichnet, und der Cinema for Peace Award für den besten Schauspieler wurde Forest Whitaker für seine Rolle in «The Last King of Scotland» zugesprochen.
Am Ende gab es traditionell eine große Auktion. Unter anderem wurden Fußball-Tickets für das Spiel der Deutschland gegen Tschechien in München für 14.000 Euro versteigert.
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