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Das Grauen lauert überall

Der Horror-Schocker "Don't breathe" spielt im Haus eines blinden Veteranen. Von Marco Krefting

Dunkelheit, Stille, versperrte Fluchtwege und das Überraschungsmoment: Horrorgeschichten sind oft aus den gleichen Elementen zusammengesetzt. Auch Regisseur Fede Alvarez stimmte für "Don't breathe" ("Atme nicht") die Baukastenteile so aufeinander ab, dass den Zuschauern tatsächlich die Luft wegbleibt.

Eigentlich läuft es für die Freunde Alex, Rocky und Money gut: Sie brechen in Villen ein, rauben Schuhe, Schmuck und Uhren - und hinterlassen Scherben sowie Urinflecken auf dem Boden. Dann wittern die Freunde einen Coup: In einer menschenverlassenen Siedlung haust ein blinder Mann, der auf einer üppigen Summe Schmerzensgeld sitzt, die er nach dem Unfalltod seines Kindes bekommen hat. Leichtes Spiel, denkt das Trio. Und so geht nach nicht einmal einer Viertelstunde der Horror los: Es ist Nacht, jedes Knarzen der Holzpaneele auf dem Fußboden könnte zu laut sein, jede zweite Tür ist verrammelt und vor den Fenstern hängen Eisengitter. Zwar hat das Trio einen Plan, doch der geht nicht auf. Weil ihnen sämtliche Auswege versperrt sind, beginnt für die Freunde eine blutige Verfolgungsjagd. Immer wieder spielt Regisseur Alvarez mit Geräuschen: Mal wummert der Bass, mal erzeugen quietschende Töne Gänsehaut. Dann wieder ist es still - bis auf das Atmen. Nach einer Stunde scheint der Kampf ausgetragen, doch nach dem Motto "Totgesagte leben länger" kommen dann noch zwei oder drei Wendungen.

Don't breathe, USA 2016, Regie: Fede Alvarez, mit Jane Levy, Dylan Minnette, Daniel Zovatto, Stephen Lang, 89 Minuten

(dpa)
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