Schlöndorffs Drama lockte Promi-Gäste: "Der neunte Tag": Weltpremiere in Berlin
zuletzt aktualisiert: 10.11.2004 - 09:53Berlin (rpo). Das NS-Drama "Der neunte Tag" hat am Dienstag in Berlin seine offizielle Weltpremiere gefeiert. Zur Vorführung des Filmes von Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff ("Die Blechtrommel") waren mehrere hundert Gäste geladen. Über den Roten Teppich des CinemaxX am Potsdamer Platz schritten neben Schlöndorff auch die Hauptdarsteller Ulrich Matthes, August Diehl und Bibiana Beglau.
Zudem kamen zahlreiche Prominente aus Film und Medien, darunter der Regisseur Andreas Dresen und die Schauspieler Horst Krause, Anna und Katharina Thalbach. Schlöndorff sagte kurz vor der Vorstellung, für ihn sei der Film eine Rückkehr zu seinen Anfängen. Es sei ein einfacher Streifen mit einem positiven Helden und sehr humanistisch.
"Der neunte Tag" beruht auf den autobiographischen Aufzeichnungen des luxemburgischen Abbé Jean Bernard. In dem Film ist der von Matthes gespielte Protagonist Abbé Henri im Pfarrerblock 25487 des KZ Dachau inhaftiert. Mit seinen Mithäftlingen verfolgt er die bestialischen Quälereien und Morde der Nazi-Befehlshaber. Doch Kremer wird verschont - zunächst. Er erhält Hafturlaub und darf zu seiner Familie nach Luxemburg reisen. Doch sein Freigang ist an eine Bedingung geknüpft.
Er soll seine guten Beziehungen zum Bischof von Luxemburg nutzen, um ihn auf die Seite der Nazis zu bringen und so eine Lanze in den katholischen Widerstand zu treiben. Fügt er sich nicht oder flieht er, droht seinen Mithäftlingen der sichere Tod. Auf dem diesjährigen Filmfest München erhielt Schlöndorff für den Streifen den "Bernhard Wicki Filmpreis 'Die Brücke' - Der Friedenspreis des Deutschen Films". In den deutschen Kinos läuft "Der neunte Tag" am Donnerstag an.
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