Die Deutsche spielt im Mammutfilm "Troja" die schöne Helena: Diane Kruger: Von Hildesheim nach Hollywood
zuletzt aktualisiert: 10.05.2004 - 16:51Berlin (rpo). Diane Krüger heißt eigentlich Diane Heidkrüger und stammt aus Hildesheim. Die gebürtige Deutsche wollte ursprünglich Tänzerin werden und ist nun in dem 175-Millionen-Dollar-Mammutprojekt "Troja" zu sehen. In dem Film von Wolfgang Petersen spielt sie die schöne Helena und an der Seite von Brad Pitt und Orlando Bloom.
Schon früh verließ Diane ihre niedersächsische Heimat und studierte am Royal Ballet in London, bis eine Verletzung ihre Tanzkarriere vorzeitig beendete. In Paris arbeitete Kruger als Model, absolvierte eine Schauspielschule, spielte in dem Independent-Film "The Piano Player" neben Dennis Hopper und Christopher Lambert und in mehreren französischen Filmen. Gerade hat sie den romantischen US-Thriller "Wicker Park" mit Herzensbrecher Josh Hartnett sowie "National Treasure" an der Seite von Nicholas Cage abgedreht.
Frage: Wie war das, eine der schönsten Frauen der Geschichte zu spielen - schmeichelhaft oder einschüchternd?
Kruger: Beides. Es ist natürlich sehr schmeichelhaft - sie hätten mich ja auch fragen können, die Hexe von ich weiß nicht wo zu spielen. Jetzt, da der Film rauskommt, fühle ich aber schon etwas mehr Druck. Ich hatte sehr wenig Erfahrung als Schauspielerin. Ich hatte zuvor vier Filme gemacht und nie solch einen komplexen, emotionalen und verletzlichen Charakter gespielt. Also war ich aufgeregt, auch vor Kollegen wie Peter O'Toole und Orlando Bloom spielen zu müssen. Nun startet der Film und die Leute haben schon so viel darüber gehört - und es wird immer welche geben, die der Ansicht sind, sie haben nicht die Richtige gefunden.
Ein Magazin bezeichnete sie als den neuen deutschen Superstar. Haut es einen erstmal um, wenn man das liest?
Ja klar, ich fange ja gerade erst an. Ich möchte viel lieber erst einmal als Schauspielerin respektiert statt schon als Filmstar dargestellt werden. Wenn man dann von Zeitungen so hochgejubelt wird, haben die Leute noch mehr Erwartungen. Ich habe noch sehr viel zu lernen und möchte eigentlich die Stufen ein bisschen langsamer hochgehen. Auf der anderen Seite bin ich natürlich super stolz, dass mein Heimatland voll hinter mir steht, es hätte auch das Gegenteil sein können.
Sie leben in Paris. Warum Paris?
Ich fing an, dort zu modeln. Ich mag es, es ist eine gute Distanz weg von Hollywood. Die Lebensart ist so nett, wir haben ein Haus auf dem Land, ich spreche gerne Französisch, liebe das französische Essen, ich habe einen französischen Freund. Es ist mein Zuhause. Es ist nah an London und weit genug weg von Hollywood.
Könnten Sie sich vorstellen, nach Los Angeles zu ziehen?
Nicht wirklich. Wahrscheinlich werde ich schließlich eine Bleibe dort haben. Ich fahre so oft hin, das würde Sinn machen. Aber ich bin sehr europäisch, ich kann mir nicht vorstellen, mein ganzes Leben dort zu verbringen.
Sie haben in Frankreich Filme gemacht und in US-Filmen gespielt, aber noch nie im deutschen Filmgeschäft gearbeitet. Würden Sie das gerne, und haben Sie Angebote bekommen?
Mir hat noch nie jemand einen deutschen Film angeboten. Ich denke, bis vor zwei Wochen wusste man hier nicht, dass ich schauspielere. Wir werden sehen, was passiert. Ich bin auf jeden Fall offen für Angebote.
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