Hollywood-Star engagierte Regisseur: DiCaprio: "Scorsese ist mein Held"
zuletzt aktualisiert: 10.01.2005 - 15:23Hamburg (rpo). Leonardo DiCaprio hat nach eigenen Worten dafür gesorgt, dass Martin Scorsese mit der Regie für "The Aviator" beauftragt wurde. Der 30-jährige Schauspieler sagte in einem gemeinsamen Interview, der Autor Michael Mann sei noch mit "Ali" beschäftigt gewesen. "Und so brachte ich Martin hinein." Unter der Regie von Scorsese hatte DiCaprio bereits "Gangs of New York" gedreht.
Auf die Frage, wie sie zusammengekommen waren, sagte Dicaprio: "Als ich in das Geschäft einstieg, spielte ich meine erste Rolle mit Robert De Niro. Das führte mich zu Marty, und er ist ganz sicher der beste Regisseur weit und breit." Der Schauspieler schwärmte: "Seit ich 15 bin, sind Scorsese und De Niro meine Helden. Martin Scorsese ist besessen vom Kino. Nennen Sie irgendeinen obskuren Frank-Capra-Film, und er sagt Ihnen, wer der Cutter war."
Scorsese sagte über seinen Star: "Als ich mit Leo 'Gangs of New York' drehte, entdeckte ich, dass wir über Musik und Filme ähnlich dachten und dass wir dieselbe Sprache sprechen. Er hat keine Angst vor dunklen Charakteren. Bei De Niro ist es genauso."
Der Regisseur sagte weiter, er komme in das Alter, in dem man nur Dinge machen möchte, auf die man Lust habe. "Ich will diese großen Hollywood-Filme nicht mehr machen, ich will kleinere Filme drehen", sagte Scorsese. Bei seiner Arbeit sei er extrem nervös und gestresst, erklärte er. "Am Set gibt's viel Frust, aber den lasse ich am Videomonitor aus, nicht an den Schauspielern."
Der 62-Jährige möchte in Zukunft lieber kleine Filme drehen: "Ich komme in das Alter, wo man nur Dinge machen möchte, auf die man Lust hat." Und diese großen Hollywood-Filme wolle er nicht mehr drehen. Wenn er einen Film mache, sei er extrem nervös, gestand Scorsese. "Bekomme ich, was ich will? Bekomme ich die Emotionen und die Wahrheit, die ich brauche", frage er sich dann.
Scorseses neuester Film "Aviator", das Porträt des Luftfahrt- und Film-Moguls Howard Hughes ist ab 20. Januar in den deutschen Kinos zu sehen. Für den Regisseur waren an der Story vor allem die Dinge spannend, die man über Hughes vorher nicht wusste.
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