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Filmfestspiele: Die Berlinale beginnt mit Edith Piaf

zuletzt aktualisiert: 08.02.2007 - 09:02

Berlin (RP). Nun hat sie endlich begonnen, die Berlinale, die inzwischen neben den Festspielen in Cannes der größte Film-Wettbewerb in Europa ist. 400 Filme bis zum 18. Februar, 26 davon im Kampf um die Bären, 19 als Weltpremieren: Da laufen sie dann wieder mit quadratischen Augen herum, die Kinogeher rund um die Festival-Zentrale am Potsdamer Platz. Und 2007 verspricht ein guter Berlinale-Jahrgang zu werden.

Marion Cotillard als Edith Piaf eröffnet den Festivalreigen mit "La Vie en Rose".  Foto: AP
Marion Cotillard als Edith Piaf eröffnet den Festivalreigen mit "La Vie en Rose". Foto: AP

Dem Eröffnungsfilm „La vie en rose“ etwa geht ein sagenhafter Ruf voraus. Der französische Regisseur Olivier Dahan erzählt darin das bewegte Leben der Edith Piaf. Die Titelrolle hat er mit der 31-jährigen Marion Cotillard besetzt; Gerard Depardieu spielt mit, das Ganze soll mitreißend sein, bewegend.

Schlag auf Schlag folgen weitere Höhepunkte im Wettbewerb: Regisseur Steven Soderbergh kommt mit „The Good German“. George Clooney spielt darin einen US-Journalisten, der über die Potsdam-Konferenz berichten soll. Es gibt neue Werke von Francois Ozon, Jacques Rivette und Robert de Niro, der mit seiner zweiten Regiearbeit „Der gute Hirte“ antritt. Es wird sicher nicht einfach für die von US-Regisseur Paul Schrader („American Gigolo“) angeführte Jury, zur Entscheidung zu kommen.

Auffällig ist, dass mit den Produktion von Christian Petzold („Yella“ mit Nina Hoss) und Stefan Ruzowitzky („Die Fälscher“) nur zwei deutsche Beiträge im Wettbewerb vertreten sind - so wenige wie noch nie seit Dieter Kosslick die Berlinale-Leitung im Jahre 2001 übernommen hat. Das sei aber kein Anlass zur Beunruhigung, so Kosslick, er nennt das „tendenzielle Normalisierung“.

Außerdem seien deutsche Schauspieler neuerdings verstärkt in internationalen Produktionen zu sehen: Martina Gedeck bei de Niro etwa, Moritz Bleibtreu im US-Film „The Walker“ und Jasmin Tabatabai in Hal Hartleys „Fay Grim“. Es gebe ein weltweites Interesse an deutschen Themen, sagt Kosslick, an der deutschen Geschichte vor allem - siehe Clooney.

Und glamourös wird es auch. De Niro kommt ebenso wie Matt Damon und Antonio Banderas. Emmanuelle Beart wird da sein, Cate Blanchett - und Jennifer Lopez, die im Thriller „Bordertown“ spielt, wohl auch. Da leuchten die quadratischen Augen.


 
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