Die Regisseurin über 'Rosenstraße'
zuletzt aktualisiert: 15.09.2003 - 09:45Frankfurt/Main (rpo). Die Regisseurin Margarethe von Trotta hat in Interviews der Fachzeitschriften "Film" und "Filmecho/Filmwoche" Auskunft über ihren neuen Film "Rosenstraße" gegeben, die ab dem 18. September in die Kinos kommt.
Die Geschichte um die Berliner Frauen, die mitten im Krieg 1943 in Berlin erfolgreich gegen den drohenden Abtransport ihrer jüdischen Männer demonstrieren, nennt Trotta einen "einmaligen Akt der Zivilcourage". Und sie bekennt zugleich: "Ich bin noch nicht mal sicher, dass ich so viel Mut hätte wie diese Frauen."
Zur Motivation für den Stoff befragt, antwortet die Filmemacherin: "Ich habe einmal gesagt, dass ich am Ende meiner Filmarbeiten möglichst das ganze 20. Jahrhundert beschrieben haben möchte. Was fehlte in meinem 'Jahrhunderthaus', war ein Film, der von der dunkelsten Zeit Deutschlands, von der Ausrottungspolitik der Nazis erzählt." Trotta fand Zugang zu der wahren Geschichte, deren Ablauf und Hintergründe allerdings umstritten sind, über persönliche Schicksale, mit denen sie im Drehbuch nach eigener Aussage frei umging: "Meine 'Rosenstraße' versucht keine Rekonstruktion der Wirklichkeit."
Auf ihre Vorliebe für starke Frauen angesprochen, sagt Trotta: "Da müssten Sie einen Psychoanalytiker fragen." Privat, so gibt die frühere Ehefrau von Volker Schlöndorff zu, würde sie sich "nicht freiwillig in Gefahr begeben."
Von ihrer Hauptdarstellerin Katja Riemann, die für ihre Leistung in "Rosenstraße" kürzlich den Darstellerpreis bei den Filmfestspielen in Venedig erhielt, ist die in Rom lebende deutsche Regisseurin begeistert: "Katja hat sich unglaublich akribisch vorbereitet."
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