Erstmals sind die gelben Zeichentrick-Serienhelden aus Springfield auch im Kino zu sehen: in "Die Simpsons - Der Film".
Natürlich drängt sich sofort eine Frage auf: Warum eine der langlebigsten Zeichentrickserien zum Film gedehnt im Kino anschauen, wenn man Simpsons-Episoden auch täglich gratis daheim auf der Couch im Fernseher sehen kann?
Die Antwort ist nach wenigen Minuten heftigen Gag-Gewitters gegeben: Weil der Film noch schneller, noch böser, noch anspielungsreicher ist als die Fernsehserie.
Und weil er tatsächlich eine Geschichte erzählt, deren Spannungsfaden auch nach 87 Minuten nicht durchhängt.
Fürs Kino haben die Macher so viel mehr Witzwürze in die Seriensuppe gegeben, dass die Investition ins Kinoticket lohnt.
Immerhin haben die Autoren seit 2003 am Drehbuch gearbeitet, jeden Lachreiz in Testvorführungen am lebenden Zuschauer ausprobiert und die Geschichte über 100 Mal umgeschrieben.
Herausgekommen ist eine Handlung, die so abstrus ist, wie Kenner der Serie erwarten.
Vater Simpson legt sich in George-Clooney-Manier ein Hausschwein zu und verursacht bei dem Versuch, die täglichen Hinterlassenschaften des Quikers zu beseitigen, beinahe den Untergang von Springfield.
Dann muss Homer auch noch nach Alaska flüchten, ...
... wo Heileweltvorstellungen und Familienglück vor der Blockhütte gehörig unter die Lawine geraten ...
Vor allem die Hiebe gegen die USA gehen tief.
Am Ende gibt Papa Homer Vollgas, manch unscheinbares Detail bekommt nach alter Gattungslehre ungeahnte Bedeutung und der Zuschauer kann sich zufrieden aus dem Kinosessel rappeln.
Und das sind die Männer hinter den gelben Zeichentrickfiguren: Zeichner, Autor und Produzent Matt Groening ...
... sowie Autor und Produzent Al Jean.
Zu Gast in Springfield: Anke Engelke hat in der deutschen Synchronisation des Films Marge Simpson ihre Stimme geliehen.
"Die Simpsons - Der Film" startet am 26. Juli 2007 in den deutschen Kinos.