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Sharon Stone wird 50: Ein Weltstar mit Sexinstinkt

zuletzt aktualisiert: 10.03.2008 - 10:23

Los Angeles (RPO). Dass ein Beinüberschlag einen Schauspieler berühmt macht, ist eher ungewöhnlich. Bei Sharon Stone war es so. Als sexversessene Schriftstellerin Catherine Tramell machte sie fünf Ermittler wuschig, weil sie ihre Beine übereinander schlug und offenbar nichts darunter trug. Ein Skandal. Aber ein ziemlich erfolgsbringender. Heute wird Sharon Stone 50 - wir gucken, was es noch so gab außer Eispickel und männermordendem Monster.

Bei "Basic Instinct" war die Aufregung groß: Bei ihren Eltern habe das Telefon damals nicht mehr still gestanden, berichtete Stone. Und auch 14 Jahre später, als sie - inzwischen 48 Jahre alt - die Fortsetzung des Erotikthrillers präsentierte, forderte ein mutiger Reporter sie in aller Öffentlichkeit auf, die Beine noch einmal genau so für ihn übereinander zu schlagen. Der Hollywoodstar, dem ein IQ von 154 attestiert wurde, lässt sich durch solche Bemerkungen nicht aus der Ruhe bringen. Er möge genau wie alle anderen auch seine zehn Dollar bezahlen, entgegnete Stone.

Die Schauspielerin und alleinerziehende Mutter von drei kleinen Adoptivsöhnen spielt gern mit ihrem Image als Sexikone - auch und gerade, wenn es um die gute Sache geht. Auf Benefizauktionen zugunsten der Aids-Forschung, für die sie sich seit Jahren engagiert, oder im vergangenen Jahr auf der Berlinale-Charity-Gala "Cinema for Peace" zog sie den prominenten Gästen bereits Hunderttausende Dollar und Euro aus der Tasche und räkelte sich dafür in Berlin lasziv auf einem Piano vor Kollege Richard Gere.

Ihr Alter sieht man Stone nicht an. In einem Interview schwärmte sie vor zwei Jahren von ihren straffen Oberschenkeln und unterstrich, ihre Schönheit habe sie einzig und allein ihren "guten Genen" zu verdanken. Ein plastischer Chirurg aus Beverly Hills, der angedeutet hatte, er habe bei Stone Hand angelegt, wurde von ihr verklagt und versicherte später genau das Gegenteil.

Stone wurde am 10. März 1958 im Örtchen Meadville geboren. Nach dem Besuch des Colleges ging die einstige "Miss Pennsylvania" nach New York und startete zunächst eine erfolgreiche Modelkarriere. Ihre erste Filmrolle erhielt sie 1980 als "hübsches Mädchen im Zug" in Woody Allens "Stardust Memories. "Das war eine großartige Erfahrung und ich würde es in sexueller Hinsicht mit dem Verlust der Jungfräulichkeit vergleichen", erinnerte sich Stone später an den Start in ihre Schauspielkarriere. In der Folge war sie zunächst als schöne Blonde in B-Filmen wie "Police Academy 4" oder "Action Jackson" zu sehen. Auf sich aufmerksam machte sie 1990 erstmals neben Arnold Schwarzenegger in dem Science-Fiction-Streifen "Total Recall".

Der Durchbruch aber folgte zwei Jahre später mit Paul Verhoevens "Basic Instinct". Stone spielte an der Seite von Michael Douglas die bisexuelle Krimiautorin Tramell, die in Verdacht steht, mehrere Liebhaber getötet zu haben - den letzten beim Liebesakt mit einem Eispickel. Das Image der Femme Fatale haftet ihr seitdem an.

Nach weniger erfolgreichen Streifen wie dem Erotikthriller "Sliver (1993) mit William Baldwin und dem Liebesmelodram "Begegnungen - Intersection (1994) mit Richard Gere gelang Stone der ersehnte Imagewechsel mit Martin Scorseses Werk "Casino (1995). Ihre Darstellung der alkoholabhängigen Ehefrau eines skrupellosen Casino-Chefs (Robert de Niro) brachte ihr einen Golden Globe und eine Oscar-Nominierung ein. Ein vergleichbarer Zuschauererfolg wie "Basic Instinct stellte sich für sie indes nicht mehr ein.

2001 erlitt Stone eine lebensgefährliche Gehirnblutung, die nach eigenen Worten ihr Leben veränderte. Die Krankheit habe sie von ihren Ängsten befreit in einer Zeit, in der sie "in schlechten, erfolglosen Filmen gespielt und nach und nach ihr Selbstbewusstsein verloren" habe. Ihre Prioritäten verschoben sich für die dreimal geschiedene Schauspielerin aber auch durch ihre Rolle als Mutter.

Nach mehreren Fehlgeburten adoptierte Stone die Söhne Roan (7), Laird (2) und Quinn (1). Ihr beruflicher Ehrgeiz habe seitdem nachgelassen, betonte sie. Sie habe erkannt, dass es sinnlos sei, mit Ende 40 nach Rollen von Frauen in den 30ern zu schielen. Auch nach einem neuen Mann hält Stone offenbar nicht Ausschau. Sie brauche niemanden, "der mich mittwochabends zum Dinner ausführt", gab sie 2006 in der Zeitschrift "Max zu Protokoll.

Im selben Jahr kassierte Stone für "Basic Instinct - Neues Spiel für Catherine Tramell" 14 Millionen Dollar - aber auch die Goldene Himbeere als schlechteste Schauspielerin. Auf die Frage, warum sie sich für die Fortsetzung nach so vielen Jahren entschieden habe, entgegnete sie: "Ich dachte, ich sollte es tun, bevor ich 73 bin."

Quelle: afp

 
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