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Russische Regisseur-Legende
Eldar Rjasanow mit 88 Jahren gestorben

Moskau. Der beliebte russische Regisseur Eldar Rjasanow ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Er sei in der Nacht zum Montag einer schweren Herzinsuffizienz erlegen, berichtete die Agentur Tass unter Berufung auf Angehörige.

Rjasanow hinterlässt rund 30 Filme, von denen viele in Russland als Klassiker gelten. Zu seinen berühmtesten Werken gehört "Die Ironie des Schicksals" von 1975. Das russische Fernsehen zeigt die ulkige Verwechslungskomödie seit Jahrzehnten traditionell an Silvester. Andere bekannte Filme sind "Karnevalsnacht" (1956), "Liebe im Büro" (1977) und "Bahnhof für zwei" (1983).

Der am 18. November 1927 in der Stadt Samara geborene Filmemacher erhielt für sein Wirken zahlreiche sowjetische und russische Auszeichnungen. Umfragen zufolge gilt er als einer der angesehensten Regisseure des Landes.

Kulturschaffende und Politiker bezeichneten Rjasanows Tod als großen Verlust. "Wir haben nicht nur eine Legende der Kinokunst verloren, eine ganze Epoche des heimischen Kinos geht zu Ende", sagte Kulturminister Wladimir Medinski.

In vergangenen Jahr war Rajsanow mehrfach in Krankenhäusern behandelt worden. Im November hatte sich seine Gesundheit verschlechtert.

(lsa/dpa)
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