Berlinale 2006: "Elementarteilchen" als Festival-Highlight
zuletzt aktualisiert: 20.12.2005 - 17:59Berlin (rpo). vom 9. bis 19. Februar ist es wieder soweit, dann wird Berlin zum Mittelpunkt der Filmbranche. Die ersten Wettbewerbsbeiträge der 56. Internationalen Filmfestspiele Berlin stehen bereits fest. Im Rennen ist auch der deutsche Beitrag "Elementarteilchen", der hier Weltpremiere feiern wird.
Insgesamt werden sechs der bislang neun ausgewählten Filme ihre Weltpremiere in Berlin haben. "Wir freuen uns, dass wir sowohl neue Filme von berühmten Regisseuren als auch die Produktionen junger Filmemacher zeigen können", sagte Festivaldirektor Dieter Kosslick am Dienstag. Die Filmauswahl wird Mitte Januar abgeschlossen. Im Wettbewerbsprogramm werden - inklusive der Beiträge außer Konkurrenz - 26 Filme präsentiert.
Bisher werden zwei Weltpremieren deutscher Regisseure um die Bären streiten: Oskar Roehler ("Die Unberührbare") stellt seine Adaption von Michel Houellebecqs Erfolgsroman "Elementarteilchen" vor. Zu dem Staraufgebot des Films gehören Moritz Bleibtreu, Christian Ulmen, Martina Gedeck, Franka Potente, Nina Hoss, Jasmin Tabatabai, Uwe Ochsenknecht und Corinna Harfouch.
Hans-Christian Schmid ("Lichter") verdichtet in "Requiem" die Geschichte einer Teufelsaustreibung in der Bundesrepublik der 70er Jahre zum Psychogramm von Menschen, die Zuflucht im Mystizismus suchen. Neben Burghart Klaußner, Imogen Kogge und Walter Schmidinger spielt Sandra Hüller in ihrer ersten großen Filmrolle eine junge Frau, die sich von Dämonen besessen glaubt.
Die bosnische Regisseurin Jasmila Z'banic schildert in ihrem Spielfilmdebüt "Grbavica" das Schicksal eines Vergewaltigungsopfers in den Nachwirren des Balkankriegs. Die USA werden unter anderem mit dem neuen Film von Terrence Malick, "The New World", vertreten sein, der außer Konkurrenz gezeigt wird. In der Hauptrolle tritt Colin Farrell als Forschungsreisender John Smith auf, der im 17. Jahrhundert aus England nach Amerika zog und sich dort in die Häuptlingstochter Pocahontas verliebte.
Außer Konkurrenz läuft auch "Syriana", ein Politthriller mit Produzent und Hauptdarsteller George Clooney, sowie Christopher Plummer und Matt Damon. Regisseur Stephen Gaghan, der bisher vor allem durch Drehbücher zu Filmen wie "Traffic" und "The Alamo" bekannt wurde, blickt hinter die Kulissen des globalen Ölgeschäfts.
Australien schickt "Candy" von Neil Armfield als Weltpremiere ins Rennen um die Goldenen und Silbernen Bären. Heath Ledger ("Brokeback Mountain") und Abbie Cornish ("Somersault") spielen darin ein junges Paar, das den Drogen verfällt. Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte präsentiert die britisch-kanadische Co-Produktikon "Snow Cake". Regisseur Marc Evans erzählt von der Freundschaft eines Mannes (Alan Rickman), der durch einen Autounfall schwer traumatisiert wurde, und einer autistischen Frau (Sigourney Weaver). "Snow Cake" wird ebenfalls seine Welturaufführung in Berlin haben.
Aus Asien sind bislang zwei Filme im Programm. In dem Psychothriller "Invisible Waves" zeichnet der thailändische Regisseur Ratanaruang Pen-ek ("Last Life in the Universe") das Porträt eines Auftragskillers. Die internationale Co-Produktion (Niederlande/Thailand/Hongkong/Korea) wird als Weltpremiere gezeigt. Außer Konkurrenz läuft Chen Kaiges ("Lebewohl, meine Konkubine") farbenprächtiges Martial-Arts-Abenteuer "Wu ji/The Promise", die Liebesgeschichte einer Prinzessin zwischen drei Männern. Die 35-Millionen-Dollar-Produktion gilt als der teuerste chinesische Film aller Zeiten.
(Quelle: Berlinale in Pressemitteilung)
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