Til Schweigers Kinofilm "Kokowääh": Emmas erste Hauptrolle
zuletzt aktualisiert: 06.01.2011 - 07:13Düsseldorf (RPO). In seinem neuen Film "Kokowääh" bekommt Til Schweiger ernsthafte Konkurrenz. Von einer Achtjährigen, die ihre erste Hauptrolle spielt. Er wird es verkraften können, denn die kleine Emma heißt mit Nachnamen ebenfalls Schweiger und ist seine jüngste Tochter.
Und die Kleine tritt in dem Film ganz schön frech auf, als würde sie nicht das erste Mal vor der Kamera stehen. Und genau das ist auch der Fall. Emma gab bereits mit vier Jahren ihr Kinodebüt als Cheyenne-Blue in dem Kinohit "Keinohrhasen". Dieselbe Rolle spielte sie auch in "Zweiohrküken".
Erst Anfang Mai 2010 fiel die Entscheidung für die Produktion von "Kokowääh" – die Dreharbeiten begannen dann sehr kurzfristig schon am 21. Juli. Gedreht wurden an 38 Drehtagen bis zum 17. September. Der Termin war vorgegeben, denn das Filmteam war abhängig von den Sommerferien der damals noch siebenjährigen Hauptdarstellerin Emma.
Wohnwagen mit Spielzeug
Allerdings sind 28 Drehtage für ein siebenjähriges Kind eine große Herausforderung. Beim Dreh sind außerdem gesetzliche Auflagen zu beachten: Emma durfte nur drei Stunden täglich arbeiten. Damit sich der Drehplan trotzdem durchführen ließ, stimmten ihn die Filmemacher mit dem Amt für Arbeitsschutz ab. Beim Einleuchten oder wenn Magdalena zum Beispiel in Dialogszenen nur von hinten zu sehen ist, weil die Kamera auf ihren Partner gerichtet ist, kam eines von vier Doubles zum Einsatz.
Außerdem bekam Emma ihren eigenen Wohnwagen, der mit Spielzeug und DVD-Player ausgerüstet war. Das gesamte Team kümmerte sich intensiv um die kleine Hauptdarstellerin, sie hatte ihre Freundin dabei und wurde von ihrem vertrauten Kindermädchen betreut.
"Wir haben alles getan, damit ihr der Spaß am Spielen nicht verging", berichtet Produzent Tom Zickler. "Es hat ihr sehr gut gefallen, stets im Mittelpunkt des Geschehens zu stehen. Ihre Energie ist unglaublich, sie turnte ständig herum und rannte auch nach drei Stunden Arbeit unermüdlich mit ihren Freundinnen über das Set."
Plötzlich taucht eine Tochter auf
In dem Film spielt Til Schweiger den Drehbuchautoren Hernry. Als dieser hangelt er sich von einer glücklosen Liebschaft zur nächsten, und auch beruflich kommt er auf keinen grünen Zweig. Wie aus heiterem Himmel erhält er ein sensationelles Angebot: Er soll als Co-Autor an einer Bestsellerverfilmung arbeiten – zusammen mit der Autorin, seiner Ex-Freundin und großen Liebe Katharina (Jasmin Gerat).
Während Henry auf seine zweite Chance hofft, taucht plötzlich die achtjährige Magdalena (Emma Tiger Schweiger) bei ihm auf und stellt sein Leben auf den Kopf. Angeblich hat ein längst vergessener One-Night-Stand mit der Kindsmutter Charlotte (Meret Becker) diese seine Tochter hervorgebracht, und nun soll Henry sich um Magdalena kümmern.
Der ist von der neuen Situation völlig überfordert – genauso wie Charlottes Mann Tristan (Samuel Finzi), der sich bisher für den Vater der Kleinen gehalten hat. Von jetzt auf gleich Vater werden ist nicht einfach –erst recht nicht, wenn man nebenher das Buch seines Lebens schreiben und die große Liebe zurückgewinnen muss.
Übrigens: Der Titel "Kokowääh" bildet Emmas Aussprache von "Coq au vin" (französisch: "Hahn in Wein") ab.
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