Preisverleihung für US-Serien: Emmys für "Sex and the City"
zuletzt aktualisiert: 20.09.2004 - 13:42Los Angeles (rpo). Länger schon hat Sarah Jessica Parker gewartet - jetzt durfte sie für die Erfolgs-Serie "Sex and the City" den ersehnten Emmy entgegennehmen. Sie erhielt den Preis für die beste weibliche Hauptrolle in einer Komödie.
"Es hat sich wirklich gelohnt, zu warten - dies ist ein glorreiches Ende einer Reise, die man nur einmal im Leben unternimmt", sagte die Schauspielerin am Sonntag zum Publikum in Los Angeles. Zu den großen Gewinnern der 56. Emmy-Verleihung gehörten die Serien "The Sopranos" und "Angels in America".
Auch Cynthia Nixon, die sich in "Sex and the City" als harte Rechtsanwältin Miranda durch New York schlägt, blickte wehmütig auf die Serie zurück: "Ich glaube, ich werde nie wieder einen Job wie diesen bekommen. Ich vermisse ihn." Nixon erhielt die Auszeichnung als beste Nebendarstellerin einer Komödie. In Deutschland läuft die letzte Staffel von "Sex and the City" im Dezember an.
Mit elf Preisen überschüttet wurde "Angels in America": Die Miniserie gewann damit mehr Auszeichnungen als "Roots", diese auch in Deutschland erfolgreiche Serie über einen schwarzen Sklaven wurde 1977 neun Mal prämiert. Nur "Eleanor and Franklin" hatte im Jahr 1976 ebenfalls elf Emmys gewonnen.
"Angels in America" handelt von der Aids-Krise in den 80er Jahren. Autor Tony Kushner nutzte bei der Preisverleihung die Gelegenheit zu einem Plädoyer für mehr Liberalität: "Dank an meinen wunderbaren Ehemann Mark. Eines Tages werden wir auch legal heiraten können und dann wirst Du aus mir einen aufrichtigen Homosexuellen machen."
Die Vorlage zu der Serie wurde bereits mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Meryl Streep, die für ihre Rolle in "Angels in America" den Preis als beste Schauspielerin in einer Miniserie erhielt, kokettierte: "Wissen Sie, es gab Tage, da dachte ich von mir, ich würde komplett überschätzt - heute ist keiner dieser Tage." Auch Al Pacino wurde für "Angels in America" ausgezeichnet, er erhielt den Emmy als bester männlicher Schauspieler in einer Miniserie.
Als erste Fernsehserie eines US-Kabelsenders ist am Sonntag "The Sopranos" mit einem Emmy-Fernsehpreis auszeichnet worden. Die Serie über eine Mafia-Familie sicherte sich in ihrem fünften Versuch den Emmy für das beste Drama.
Die Ehrung für die beste Komödie erhielt "Arrested Development". Der Preis für den besten Schauspieler in einer Komödienserie ging an Kelsey Grammer für seine Rolle in "Frasier".
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






