Psycho
Bankangestellte Janet Leigh bestiehlt ihren Boss und setzt sich mit dem Geld in ein verlassenes Motel ab. Dort allerdings lauert der geisteskranke Besitzer auf sie. Für seinen Geniestreich brach Hitchcock mit allen Konventionen: Die Hauptdarstellerin, durch deren Augen die Story erzählt wird, stirbt bereits nach 40 Minuten.
Blade Runner
Harrison Ford jagt in Ridley Scott düsterer Zukunftsvision Replikanten, die als Androiden in Menschengestalt außer Kontrolle zu geraten drohen. Der Showdown zählt zum Stärksten, was das Genre je auf Zelluloid gebracht hat – ein Oscar blieb allerdings verwehrt.
Es war einmal in Amerika
Robert de Niro und James Woods avancieren in Sergio Leones Gangster-Epos zu Unterweltbossen. Geld und Macht machen die beiden Jugendfreunde am Ende zu erbitterten Rivalen. Trotz der enormen Länge von dreieinhalb Stunden ein ganz großer Film.
Die glorreichen Sieben
John Sturges’ Klassiker über sieben Revolverhelden, die ein mexikanisches Dorf vor einer brutalen Bande schützen, ist mit Yul Brunner, Steve McQueen, Charlton Heston und James Coburn unvergleichlich besetzt, hinzu kommt die grandiose Musik von Elmer Bernstein.
Spur des Falken
Humphrey Bogart jagt als Privatdetektiv Sam Spade einer goldenen Falken-Statue nach, gerät dabei aber in ein Netz von Intrigen und Mord. John Hustons Regie-Erstling gehört zum besten, was der film noir zu bieten hat – einen Oscar gab’s trotzdem nicht.
Sieben
Brad Pitt und Morgan Freeman jagen in David Finchers dunklem Meisterwerk einen Mann (Kevin Spacey), der nach den sieben Todsünden mordet. Als sie diesen schließlich schnappen, hat er noch eine Überraschung per Post parat.
Tote schlafen fest
Howard Hawks komplexes Meisterwerk mit Humphrey Bogart als Privatdetektiv Philip Marlowe, der auf die Tochter eines Generals angesetzt wird, gilt unter Kennern als absoluter Diamant. Dialoge am Rande der Perfektion, dazu Top-Chemie zwischen „Bogie“ und Lauren Bacall.
Scarface
Al Pacino erreichte als Drogenbaron mit Hang zur Gewalt und der schönen Michelle Pfeiffer Kultstatus. Der Superstar spielt den kubanischen Flüchtling Tony Montana, der es vom Tellerwäscher zum Millionär schafft, beängstigend glaubwürdig. Für einen Oscar reichte es dennoch nicht.
Foto: Twentieth Century Fox
Miller’s Crossing
Der Mafia-Thriller der Coen-Brüder besticht durch eine verschachtelte Handlung und starke Charaktere. Die Einstellung, in der Unterwelt-Boss Albert Finney im Nachthemd aus dem Fenster steigt und einen flüchtenden Wagen in die Luft jagt, ist schlicht und einfach genial.
Zwei glorreiche Halunken
Sergio Leones wuchtiger Abschluss der Dollar-Trilogie mit Clint Eastwood stellt neben Spiel mir das Lied vom Tod den wohl besten Western aller Zeiten dar. Für die drei Revolverhelden, die im US-Bürgerkrieg einem Schatz nachjagen, gab es dennoch keinen Oscar.
Memento
Christopher Nolans rückwärts erzählter Thriller mit Guy Pearce und Carrie-Anne Moss ist mörderisch spannend und steht in nahezu jedem Ranking unter den ersten 30. Besonders das Ende ist allerdings nichts für schwache Nerven.
Spiel mir das Lied vom Tod
Charles Bronson und Henry Fonda liefern sich in Sergio Leones Zeitlupen-Western eines der legendärsten Duelle der Filmgeschichte. Der Film stellt das beste dar, was das Genre zu bieten hat, einen Oscar gab es jedoch nicht.
Der Mann, der Liberty Valance erschoss
John Fords Western, der mit vielen amerikanischen Mythen aufräumt, ist intelligent und dialogstark. Ein alternder Senator (James Stewart), der einst durch die Erschießung eines berüchtigten Kriminellen berühmt wurde, kehrt in seine Heimatstadt zurück. Ganz groß!
The Shining
Jack Nicholson nimmt in einem abgelegenen Hotel den Job des Hausmeisters an. Mit der Zeit mehren sich die Zufälle im alten Gemäuer und der Hauptdarsteller driftet langsam in den Wahnsinn ab. Ungemein gruseliger Schocker von Stanley Kubrick.
Heat
Polizist Al Pacino jagt Gangster Robert de Niro unter der Regie von Michael Mann durch Los Angeles. Ein schweißtreibender, explosiver Thriller mit zwei Hollywood-Größen unserer Zeit – nur der Oscar-Jury war Heat offenbar zu glatt für eine Trophäe.
Gesprengte Ketten
Steve McQueen, James Garner, Charles Bronson und Co. versuchen, während des 2. Weltkriegs aus einem deutschen Kriegsgefangenenlager zu entkommen. Nur wenigen gelingt im Meisterwerk von Star-Regisseur John Sturges am Ende tatsächlich die Flucht.
Full Metal Jacket
Stanley Kubricks schonungslose Abrechnung mit dem amerikanischen Militarismus wurde ebenfalls nicht mit einem Oscar bedacht. Dabei gehört der Film über die knallharte Ausbildung von US-Rekruten ohne Frage zu den Sternstunden des Kinos.
Carlito’s Way
Noch einmal Pacino: Ein vorzeitig entlassener Sträfling will sich fortan als Nachtclubbesitzer aus allen illegalen Aktivitäten heraushalten. Doch die Vergangenheit holt Carlito Brigante ein. Einer der unterschätztesten Filme überhaupt, Regisseur Brian de Palma übertrifft sich selbst.
Berüchtigt
Cary Grant und Ingrid Bergman heben einen Nazi-Ring in Südamerika aus. Hitchcock zieht die Spannungsschraube in diesem Klassiker bis zum unglaublichen Ende kontinuierlich an – heraus kam einer der größten Spionage-Filme aller Zeiten. Auch hier gab’s keinen Oscar.
Star Wars – Die Rückkehr der Jedi Ritter
Teil drei der Ur-Trilogie um Luke Skywalker, Han Solo und Chewbacca erzählt den finalen Kampf zwischen der Allianz der Rebellen und dem bösen galaktischen Imperium. Kino, wie es sein sollte – groß, bunt, schnell und einfach nur gut. Viermal nominiert, aber kein Oscar.