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"Freistatt" ist ein packender Film über Erziehungsheime

Das Jahr 1968 mag den Blumenkindern gehören, den unruhigen Studenten und sexuellen Revoluzzern - Wolfgang (Louis Hofmann) gehört es nicht. Im Sommer wird der aufmüpfige 14-jährige von seinem Stiefvater nach Freistatt geschickt, ein Heim für schwer erziehbare Jungs. Während alle anderen sich in den Drill und die bizarren Hierarchien des sadistischen Hausvaters Brockmann (Alexander Held) fügen, rebelliert Wolfgang. Irgendwann wird es für ihn lebensgefährlich.

Die niedersächsische Diakonie Freistatt galt bis in die Siebziger als eine der strengsten Jugendfürsorgeanstalten Deutschlands. Basierend auf Erinnerungen des Ex-Insassen Wolfgang Rosenkötter erzählt Regisseur Marc Brummund in aller Härte und mit sattem Zeitkolorit von den Opfern einer Nachkriegsgesellschaft, die gute Erziehung und Unterwerfung für dasselbe hielt. Klischeefrei ist das nicht und stilistisch auch nichts Neues nach "Die Verurteilten" oder "Sleepers". Dafür aber packend inszeniert. Und den Namen Louis Hofmann sollte man sich merken. Renee Wieder

Quelle: RP
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