"Will nicht länger Mülleimer sein": Gérard Depardieu bricht Kontakt zu seinem Sohn ab
zuletzt aktualisiert: 18.09.2003 - 10:55Paris (rpo). Nichts als Ärger mit dem Sohnemann: Erst Anfang der Woche war Guillaume Depardieu wegen einer Schießerei auf offener Straße zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Jetzt hat Vater Gérard Depardieu nach eigenen Angaben den Kontakt zu ihm abgebrochen.
"Ich habe den Schnitt gemacht, weil ich nicht länger die Mauer sein will oder der Mülleimer, in den man alles ablädt, was man will", sagte Depardieu in einem am Donnerstag in "Paris-Match" veröffentlichten Interview des TV-Senders Canal Plus.
Guillaume habe es seinem Vater nie leicht gemacht. "Er ist ein wahrer Poet, der mich anrührt, aber der auch sehr schwierig ist, unverbesserlich." Sein Sohn habe versucht, ihn zu erreichen, "aber ich antworte nicht, weil ich glaube, dass das besser ist für seine mentale Gesundheit".
In dem Interview räumte der Schauspieler ein, sein Gedächtnis lasse nach. Der 54-Jährige widersprach der Darstellung nicht, dass er seinen Text bei Dreharbeiten bisweilen von Zetteln abliest: "Ich bin alt geworden." Seine Bypass-Operation und die Medikamente trügen das ihre dazu bei. Aber es habe auch viele Vorteile, wenn das Gedächtnis nachlasse, scherzte Depardieu.
Der aus bescheidensten Verhältnissen stammende Schauspieler erklärte, er sei nach dem Tod seiner Katze trauriger gewesen als nach dem Tod seiner Eltern. Dieser sei für ihn merkwürdigerweise kein großer Schock gewesen, da er ihn als unausweichlich empfunden habe. Später habe er sich selbst über seine Reaktion gewundert.
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