Obwohl Hannah Herzsprung ein Schauspielerkind ist, hat sie erst relativ spät die Leidenschaft für diesen Beruf entdeckt. Sie ist elf Jahre alt, als ein Filmteam den Bauernhof ihrer Eltern mietet. Sie ist fasziniert davon, dass das kleine Mädchen mit der Hauptrolle einen anderen Menschen spielen darf.
Doch Hannah muss erst die Schule beenden. Ihre Eltern bestehen darauf, dass sie das Abitur macht. Hannah geht zur Schule und steht parallel vor der Kamera. Als 16-Jährige in der Serie "Aus heiterem Himmel", mit Anfang 20 in "18 – Allein unter Mädchen". "Das war der richtige Weg für mich", sagt sie.
Erst 2004 gibt sie ihr Kino-Debüt in dem Film "Solo"...
... Ein Jahr später übernimmt sie ihre erste Kinohauptrolle, die Mörderin Jenny in "Vier Minuten". Beim Casting habe sie ihn schlicht "weggeblasen", sagt Chris Kraus, Regisseur des Dramas.
Das Drama ist der Durchbruch für Hannah Herzsprung. 2007 bekommt sie den Bayerischen Filmpreis als bestes weibliches Nachwuchstalent.
Als beste Nebendarstellerin in "Das wahre Leben" erhält sie 2007 den Deutschen Filmpreis.
Von da an ist sie ein regelmäßiger Gast auf dem roten Teppich. Hier posiert sie gemeinsam mit Kollegin Jasmin Tabatabai auf der Berlinale 2007.
Neben Kolleginnen wie Nora Tschirner (v.l.) oder Anna Maria Mühe zählt Hannah Herzsprung zu den großen Nachwuchstalenten des deutschen Films.
Gerade erst hat sie gemeinsam mit Daniel Brühl den Film "Lila, Lila" vorgestellt.
Daniel Brühl gibt – wie in "Goodbye Lenin" – den Jungspund, dessen Lügenkonstrukt zusammenfällt. Doch Hannah Herzsprung trägt den Film, macht ihn nett und ansehbar – und ist ziemlich unterfordert.