"Sonnenallee"- Regisseur dreht in Sachsen: Haußmanns NVA-Film kurz vor Vollendung
zuletzt aktualisiert: 17.08.2004 - 19:54Bad Düben (rpo). Militärischer Drill, Exerzierübungen, Schauplatz ein Kasernengelände - nicht unbedingt Elemente, die üblicherweise kaum mit Erfolgsregisseur Leander Haußmann (Sonnenallee, Herr Lehmann) in Verbindung zu bringen sind. Sind sie aber.
Mit dem Training von Exerzierübungen sind am Dienstag im sächsischen Bad Düben die Dreharbeiten zum Film "NVA" des Erfolgsregisseurs Leander Haußmann in die Schlussphase gegangen. Noch bis zum 2. September fallen in einer früheren Kaserne der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR in dem nordöstlich Leipzigs gelegenen Städtchen die Klappen für den Nachfolgestreifen von "Sonnenallee". Wie schon bei jenem Film konnte Haußmann auch für "NVA" Thomas Brussig als Ko-Autor für das Drehbuch gewinnen.
Der Film soll den Planungen nach im Sommer kommenden Jahres in den deutschen Kinos anlaufen. Erzählt wird die Geschichte des erdachten Wehrdienstleistenden Hendrik Heidler, dargestellt von dem Sänger der einstigen Band Echt, Kim Frank, in seiner ersten Kinorolle. Mit mehr als 400 Komparsen, die laut Produktionsfirma extra in Originaluniformen Marschieren gelernt haben, geht es in dem Film um die Erlebnisse junger Wehrdienstleistender.
"NVA ist ein Film über den Kampf des Individuums gegen das Allgemeine, das sich in einem uniformen System verkörpert", heißt es in einer Pressemitteilung. Die NVA als solche sei "für viele weibliche und männliche ehemalige DDR-Bürger ein kollektives Trauma, das sich in Anekdoten von haarsträubenden, komischen, absurden Geschichten überliefert." Mit dem neuen Haußmann-Film soll ein Teil dieser Geschichten erzählt werden. "Es wird aber auch ein Kostümfilm sein, mit den hässlichsten Kostümen, seit es den NVA-Lehrfilm gibt", so die Produktionsfirma.
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