"Ich will von dem Quatsch nichts mehr hören!": Helge Schneider rechnet mit Hitler-Film ab
zuletzt aktualisiert: 04.01.2007 - 11:54Berlin (RPO). Helge Schneider hätte sich gewünscht, dass sein Hitler-Film anders wird. Regisseur Dani Levy habe das Stück im Nachhinein zurecht geschnitten. Über diesen Hitler könne er nicht mehr lachen, sagte Helge Schneider dem Schweizer Sonntagsblick im Interview.
"Beim Schnitt ist die Aussage der Geschichte im Nachhinein verändert worden. Jetzt gefällt mir der Film nicht mehr, weil er nichts mehr aufreisst. Ich bin davon nicht mehr überzeugt, kann über diesen Hitler nicht lachen", sagte der Kult-Komiker ("Katzeklo") aus Mülheim.
Nach dem Lesen des Drehbuchs habe er die Rolle sofort zu gesagt, weil sie ihm auf den Leib geschrieben sei. Mit dem Ergebnis ist Schneider aber alles andere als zufrieden: "Ich hätte mir gewünscht, dass der Film anders wird", sagte er: "Der Fokus war ursprünglich auf Hitler. Jetzt ist er mit aller Gewalt auf der jüdischen Geschichte. Es geht nur noch darum, wie Hitler gesehen werden soll: Nämlich als Schwächling. Das ist mir zu profan. Hätte ich das gewusst, dann hätte ich vielleicht gar nicht mitgespielt."
Ursprünglich sollte der Film aus der Sicht Hitlers erzählt werden. Bei einem Testpublikum fiel diese Version jedoch durch, sagte Regisseur Levy gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. "Die hatten das Gefühl, Hitler sei die Stimme des Films. Der erzählt den Film und niemand rückt das gerade", so Levy. Jetzt steht ein Jude im Mittelpunkt.
Hauptdarsteller Schneider will für den Film jetzt keine Werbung mehr machen: "Jetzt soll ich für den Film als einziger Reklame laufen, hab ich das Gefühl. Damit höre ich jetzt auf. Ich kann darauf verzichten, so einen Film noch mal zu machen", sagte er. Er sei froh wieder zu hause zu sein auf der Bühne und sein eigenes Leben weiterzuführen: "Ich will von dem Hitler-Quatsch nichts mehr hören."
Am 11. Januar startet in den Kinos die Satire "Mein Führer. Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler" mit Helge Schneider als Hitler-Darsteller.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






