"Unrealistische Propaganda" für Sterbehilfe: Hospiz Stiftung kritisiert "Million Dollar Baby"
zuletzt aktualisiert: 28.02.2005 - 16:06Dortmund (rpo). Nach dem herausragenden Erfolg des Boxerdramas "Million Dollar Baby" bei der Oscar-Verleihung wurden nun kritische Stimmen laut. Die Deutsche Hospiz Stiftung bezeichnete den Oscar-prämierten Film als "unrealistische Propaganda" für Sterbehilfe.
Die Darstellung des Sterbens der jungen Boxerin, die nach einer schweren Verletzung von ihrem Trainer "erlöst" werde, gehe an der Realität vorbei, monierte die Gesellschaft am Montag in Dortmund.
"Euthanasie fordern Menschen ein, die keine professionelle umfassende Begleitung bekommen", erklärte der geschäftsführende Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch. Wer "professionelle, ganzheitliche Begleitung und Schmerztherapie erhält, will nicht euthanisiert werden". Die Hospiz Stiftung ist eine Patientenorganisation für Schwerstkranke und Sterbende.
"Million Dollar Baby" wurde in der Nacht zum Montag bei der Oscar-Gala als bester Film ausgezeichnet. Clint Eastwood erhielt für den Film den Oscar als bester Regisseur, Hauptdarstellerin Hilary Swank wurde zur besten Schauspielerin gekürt.
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