Berlinale 2006: Hummerschwänze und Cocktails für die Stars
zuletzt aktualisiert: 06.02.2006 - 10:40Berlin (rpo). In Berlin wird am Donnerstag der rote Teppich für die Stars aus der Filmbranche ausgerollt. Anlässlich der Berlinale werden Hollywoodschauspieler wie George Clooney, Meryl Streep und Richard Gere an der Spree erwartet. Während mancherorts die Aufregung in der Bundeshauptstadt groß ist, herrscht in vielen Hotel und Restaurants Gelassenheit - hier steht "business as usual" auf der Tagesordnung.
Im edlen Hotel "Adlon" herrsche zu Berlinale-Zeiten "eine prickelnde Stimmung", sagt die Assistentin der Geschäftsführung, Gudrun Meier. Neben anderen Promis werde in diesem Jahr Richard Gere im "Adlon" absteigen, verrät sie. Das Sicherheitspersonal wird für die Filmfestspielzeit aufgestockt, und der Weg vom Hotelausgang bis zu den wartenden Limousinen abgekordelt. Vor besonderen Wünschen der Hollywood-Größen hat man im "Adlon" keine Angst, da die Agenten der Promis meist ankündigten, was für das Wohlgefühl der VIPs getan werden müsse.
"Wenn die Information da ist, dass das Zimmer auf 35 Grad aufgeheizt sein soll oder 100 Liter Volvic bereitgestellt werden müssen, ist das kein Problem", sagt Meier. Viele Stars seien auch Stammgäste, deren gewünschte Extras bekannt seien. In der Lobby-Bar wird zur Berlinale ein besonderer Cocktail gereicht: "Celisima" wird aus Pfirsichen, Himbeeren, Ananas und Zitronensaft gemixt und ist alkoholfrei.
"Wir erleben immer wieder, dass die Großen der Filmbranche ganz unkompliziert sind, und bringen von uns aus kleine Extras wie Kuchen und Pralinen aufs Zimmer", sagt "Grand Hyatt"-Pressesprecherin Kerstin Riedel. Manchmal gebe es allerdings doch Sonderwünsche wie zugeklebte Fenster oder mehrere Matratzen übereinander. Bisher habe das Hotel diese Herausforderungen jedoch immer meistern können, sagt Riedel. Die Luxusunterkunft am Marlene-Dietrich-Platz ist offizielles Berlinale-Hotel und die gesamte erste Etage für Pressekonferenzen und Interviews reserviert. "Hier gehen die Stars ein und aus", sagt die Sprecherin.
Das Hotel-Restaurant "VOX" hat sich mit viel leichter Kost im Angebot auf die Stars vorbereitet und die Öffnungszeiten ausgeweitet. "Sushi ist der Renner der Berlinale", hat Riedel festgestellt. Besonders beliebt seien auch Hummerschwanzsuppe, Kürbisgerichte und Jakobsmuscheln.
Im "Ritz Carlton" am Potsdamer Platz gibt es zur Berlinale das Festival-Menü "Goldener Bär": eingelegte Matjes auf Bohnensalat und Thüringer Rostbratwurst auf Bratkartoffeln. Pressesprecherin Regine Gädecken bleibt gelassen: "Eigentlich ist alles wie sonst auch." Schließlich sei das Fünf-Sterne-Haus prominente Gäste mit hohen Ansprüchen gewohnt. Zudem hält Gädecken es für einen Mythos, dass Filmstars mit besonders ausgefallenen Wünschen hervorstechen.
Auch im Hotel "The Regent" am Gendarmenmarkt wird die Festival-Zeit nicht als etwas Besonderes angesehen, obwohl Stars wie Sigourney Weaver erwartet werden. "Wir haben oft Gäste, die viel Aufmerksamkeit verlangen", heißt es.
Sichere Treffpunkte für Stars und Sternchen sind die "Paris Bar" und das Restaurant "Borchardt". Filmverleiher lassen hier Partys steigen, viele Prominente sind Stammgäste. "Es ist eine alte Tradition, dass die Promis herkommen. Alles läuft normal", sagt ein Mitarbeiter der "Paris Bar". Nur das Gedränge sei größer. Einfach im Hotel bleiben ist auch eine Alternative: Die Gourmet-Restaurants "Fischers Fritz" im "The Regent" und das "VOX" im "Grand Hyatt" werden unter Garantie mit einer hohen Star-Dichte glänzen, ist man sich dort sicher.
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