Kino-Spaß für die Ferien: Ice Age 3: Die Dinos kommen
VON DOROTHEE KRINGS - zuletzt aktualisiert: 25.06.2009 - 12:52Düsseldorf (RP). Familienspaß für die Sommerferien: Am kommenden Mittwoch kommt der neue "Ice-Age"-Film in die Kinos. Darin verschlägt es die Eiszeit-Helden in ein sagenhaftes Dino-Reich unter dem Eis – und Mammut Manni wird Vater.
Plötzlich ist da diese Zick-Zack-Linie im Boden, die sich voranfrisst, schnell und unaufhaltsam wie eine Laufmasche. Dabei sah der Grund doch gerade noch so sicher aus, so vertrauenserweckend ewig haltbar. Doch in der Natur ist eben nix fix, das lehren uns die "Ice-Age"-Filme. Im ersten Teil dieser erfolgreichen digitalen Trickfilm-Reihe löste ein Zackenriss im Boden die Eiszeit aus. Im dritten Teil, der am nächsten Mittwoch in die Kinos kommt, öffnet ein Knacks im Eis den Weg in eine sagenhafte Welt darunter.
Dort sind die Dinosaurier noch nicht ausgestorben und mampfen genügsam die Blätter von den Bäumen. Solange man sie in Ruhe lässt. Solange man ihnen nicht den Nachwuchs stiehlt. So wie Sid, das Faultier, das sich gleich drei Dinoeier unter den räudigen Pelz schiebt, um endlich eine eigene Familie zu gründen. Dieser räuberische Angriff eines Möchtegern-Leihvaters fordert natürlich die Rache der XXL-Reptilien heraus, und so muss sich die restliche "Ice-Age"-Truppe bald aufmachen in den sagenhaften Untergrund, um das dämliche Faultier aus Dinokrallen zu befreien, die so groß sind wie ein Braunkohle-Bagger. Mindestens.
Der neue "Ice Age" ist also gar kein Eiszeit-, sondern ein Dinofilm. Noch rasanter als die Vorgänger mit technisch anspruchsvollen Verfolgungsjagden, Bergabfahrten, Flugsequenzen – und einem neuen Thema: Nach dem Freundewerden und Freundebleiben in den ersten Teilen steht nun das Familiegründen an. Mammut Manni und Gefährtin Ellie erwarten Nachwuchs, was den Film zunächst ein wenig betulich macht. Doch bald nehmen die Abenteuer auch auf werdende Mammut-Mamis keine Rücksicht und reißen mit.
2002 bescherte der erste Ice-Age-Film der US-Produktionsfirma Fox einen der besten Animations-Filmstarts der Geschichte. 378 Millionen Dollar spielte der Film am Ende ein, Eiszeit-Pelztiere bevölkerten Kinderzimmer in der ganzen Welt. Ice-Age-Figuren zierten Stifte, Tassen, T-Shirts. Mit der neuen Figurenwelt war ein neues Produktuniversum geschaffen. Und natürlich folgte auch ein zweiter Film – und wurde noch erfolgreicher. Mit 623 Millionen US-Dollar an den Kinokassen schaffte es "Ice Age 2" in der Weltrangliste der erfolgreichsten Filme auf Platz 37.
Es war wohl die verrückte Idee, eine Geschichte 20 000 Jahre vor unserer Zeit anzusiedeln, die so viele Menschen ins Kino lockte. Und natürlich das "Ice-Age"-Personal: Sid, das Faultier-Großmaul, das aus penetranter Selbstüberschätzung ständig Katastrophen auslöst und von Otto herrlich zerknirscht gesprochen wird. Dazu der melancholische Manni und ein Säbelzahntiger, verschlagen wider Willen, der erst versucht, seine Gefährten auszutricksen und ihnen dann das Leben rettet. Solche Kumpelwerd-Geschichten rühren. Und sie unterhalten, wenn sie mit so viel Witz gespickt sind wie die "Ice-Age"-Filme, die der Natur unzählige komische, beinahtödliche Zwischenfälle abringen – und mit einem Running Gag auf vier Pfoten aufwarten: mit Scrat.
Das Ratteneichhörnchen ist seit dem ersten Film auf der Jagd nach einer Eichel, kommt ihr oft auch auf Krallenlänge nahe, doch das Verbuddeln für den Wintervorrat, das gelingt nie. So wuselt, taumelt, springt Scrat durch alle "Ice-Age"-Filme, setzt manche Zick-Zack-Bruchlinie in Gang – und bekommt im neuen Film eine Gefährtin: Scratte.
Die Ratteneichhörnchendame hat Klimperwimpern, betörend zartes Fell und jagt ebenfalls die Nuss. Und weil sie schlauer ist, gehören die Szenen, in denen sie ihren Rivalen charmant austrickst, zu den raffiniertesten des neuen Films. Auch technisch. So gibt es einen Zweikampf, den die beiden in Luftblasen ausfechten. Da zeigen die "Ice-Age"-Macher, wie weit die Technik ist.
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