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"Ich seh, ich seh" im Kino
Beklemmendes Psychodrama

"Ich seh, ich seh": Beklemmendes Psychodrama im Kino
FOTO: Koch Media
Düsseldorf. Ist die Mutter wirklich noch die Mutter? Oder hat sich eine andere Frau ins Haus eingeschlichen? Für die Zwillinge Lukas und Elias die entscheidende Frage. Seit ihre Mama nach einer kosmetischen Operation nach Hause zurückgekehrt ist, ist sie anders: nicht liebevoll, sondern eiskalt, böse.

Verzweifelt versuchen sie, hinter das Geheimnis dieser Frau zu kommen, die ihr Gesicht hinter einem unheimlichen Kopfverband verbirgt. Mit "Ich seh ich seh" (von Ulrich Seidl produziert) ist den Österreichern Veronika Franz und Severin Fiala ein beklemmendes und hochspannendes Psychodrama über eine Familie gelungen, in der es keine Gewissheiten, aber umso mehr verstörende Momente gibt.

Hervorragend auch die Schauspielleistung: Susanne Wuest beeindruckt als Mutter und verleiht ihr eine unheimliche Doppeldeutigkeit. Sie will den Buben beweisen, dass sie wirklich ihre Mutter ist. Oder ist sie es doch nicht? Geschickt säen die Regisseure Zweifel, spielen mit verschiedenen Identitäten und verstärken die Beklemmung mit Symbolen: Kreuze, Feuer, dunkle Gewitterwolken, riesige Käfer. Dazu Musik wie aus einem Horrorfilm. Die Brüder Lukas und Elias Schwarz überzeugen als Zwillingspaar: Kindlich, verletzt, wütend, verzweifelt und gleichzeitig lauernd, misstrauisch und berechnend.

Quelle: RP
 
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