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"Ihr Recht auf Bildung"
Beeindruckende Doku über Malala

Kinostarts der Woche
Kinostarts der Woche FOTO: Moviepilot
In "Ihr Recht auf Bildung" kommt der Zuschauer der Friedens-Nobelpreisträgerin sehr nahe. Von Peter Meinert und Teresa Dapp

Ein Freitag im Oktober 2012. Ein Bus rumpelt über eine Straße im Nordwesten Pakistans. Mädchen auf dem Weg zur Schule sitzen auf den Bänken. Plötzlich halten Taliban-Kämpfer das Fahrzeug an. "Wer ist Malala?", fragt einer. Und schießt. Er trifft die 15-Jährige in die Stirn, verletzt auch zwei ihrer Freundinnen. Dass Malala überlebt, ist ein Wunder - und macht die Widerstandskämpferin zu einer Ikone im Kampf für das Recht aller Mädchen auf Bildung.

US-Dokumentarfilmer Davis Guggenheim hat die bisher jüngste Friedensnobelpreis-Trägerin (2014) nun liebevoll porträtiert. "Malala - Ihr Recht auf Bildung" zeigt das junge Mädchen nicht nur als Heldin, die von Queen Elizabeth II. und US-Präsident Barack Obama empfangen wird, vor den Vereinten Nationen in New York spricht und ihren 18. Geburtstag nahe der syrischen Grenze verbringt, um eine Schule zu eröffnen.

Malala begegnet dem Zuschauer auch als Teenager, der mit den beiden Brüdern rangelt, in der Schule dazugehören will, sich Bilder von Brad Pitt im Internet anschaut.

Doch am Anfang steht die Katastrophe. Malala schwerst verwundet, im Koma, Notoperationen. "Ich dachte, ich sei tot", sagt ihre Stimme aus dem Off. Das Aufwachen in einer Klinik im englischen Birmingham: "Ich wusste, das ist nicht mein Land, und ich dachte, niemand kennt meinen Namen."

Kaum öffnet sie die Augen, fragt sie nach ihrem Vater, dem zweiten Protagonisten - nicht nur der Doku, sondern auch im Leben seiner Tochter. Guggenheim und sein Team haben die fünfköpfige Familie in ihrem Haus in Birmingham begleitet. Ginge es nach den Taliban, wäre Malala längst nicht mehr am Leben. Die Terrorgruppe droht der inzwischen weltbekannten Aktivistin offen an, sie umzubringen, wenn sie in ihre Heimat zurückkehrt. Als die Taliban in Pakistan erstarkten, Bücher verbrannten und Schulen in die Luft sprengten, weil sie Bildung als Bedrohung betrachteten, konnte der Vater nicht schweigen - und wollte auch seiner Tochter nicht das Wort verbieten.

So landete sie auf der Todesliste der Terroristen.

Quelle: RP
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