"Ray"-Rolle körperliche Herausfoderung: Jamie Foxx wollte "einfach nur sehen"
zuletzt aktualisiert: 03.01.2005 - 14:00München (rpo). Für Schauspieler Jamie Foxx ist die Rolle der Musiklegende Ray Charles auch körperlich eine Herausforderung gewesen. "Das war ganz schrecklich, zwölf bis vierzehn Stunden täglich blind zu sein", sagte Foxx der "Süddeutschen Zeitung". Er habe das Bedürfnis gehabt, "einfach nur zu sehen".
"Ich bekam Panikattacken und Atemnot. Es hat eine Woche gedauert, bis ich mich daran gewöhnt hatte." Aber er habe genau das auch genutzt, um die Rolle zu erarbeiten -"ich bin sicher, es gab jede Menge Momente, in denen auch er einfach nur sehen wollte, die Bäume, den Himmel, seine Mutter...", sagte der 36-Jährige.
Gleichzeitig habe Charles die Blindheit auch benutzt, um sich abzuschotten, manche Dinge, mit denen er nichts zu tun haben wollte, einfach auszuklammern, glaubt Foxx.
Er wurde vor kurzem drei Mal für die Golden Globes nominiert, unter anderem für seine Rolle in "Ray". Der Darsteller gilt als Oscar-Favorit und hofft inständig auf einen Gewinn - die Nominierungen werden am 25. Januar bekannt gegeben. "Ganz ehrlich: Ich bete dafür", so Foxx.
Er verspricht sich eine erfolgreiche Zukunft von dem Gewinn des höchsten Filmpreises: "Dieser goldene Mann wird mich so viel weiterbringen, mir ganz neue Freiheiten im Beruf ermöglichen." Schon jetzt sei er unter den ganz Großen "oben in der Nahrungskette" - Foxx nannte Denzel Washington, Al Pacino und Will Smith.
"Ray" kommt am 6. Januar in die deutschen Kinos. Als nächstes spielt Jamie Foxx in der Kinoversion der Fernsehserie "Miami Vice" den Polizisten Ricardo Tubbs an der Seite von Colin Farrell als Sonny Crockett.
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