Premierenfeier von "Kebab Connection": Jede Menge Döner
zuletzt aktualisiert: 19.04.2005 - 16:37Hamburg (rpo). Filmpremieren haben normalerweise etwas Glamouröses: Stars und Sternchen in Abendrobe und edle Häppchen. Bei der ersten Vorführung von "Kebab Connection" am Montagabend in Hamburg war das etwas anders. Statt Lachsschnittchen gab es Döner. Wirklich gewundert hat es vermutlich keinen Gast, schließlich stehen in der Komödie von Fatih Akin ein Dönerladen und ein junger Türke im Mittelpunkt.
Das Hamburger Schanzenviertel ist ein Paradebeispiel für ein Multikulti-Viertel. Hier reihen sich kleine Läden, Restaurants verschiedener Nationalitäten und Szenebars aneinander reihen, hier spielt "Kebab Connection", wofür Fatih Akin das Drehbuch schrieb. Regie führte Fernsehregisseur Anno Saul.
Mit den Nachwuchsstars Denis Moschitto ("Süperseks") und Nora Tschirner ("Soloalbum") in den Hauptrollen erzählt das teils originell-beschwingte, teils alberne Stück von den Nöten eines jungen Deutschtürken, der davon träumt, einen Kung-Fu-Film zu drehen. Stattdessen hat er Erfolg mit einem Werbespot für den Döner-Imbiss seines Onkels. Dass er mit einer Deutschen ein Kind erwartet, löst außerdem allerlei familiäre Wirren aus.
Der Film folgt dem Erfolgsmuster von Fernsehsitcoms wie "Was guckst du?!" oder "König von Kreuzberg", die Türken der dritten Generation in ihren Konflikten zwischen Karriere, Familie und deutscher Umgebung zeigen. In dem am Donnerstag anlaufenden Film sind viele bekannte Gesichter aus dem Akin-Clan wie Adam Bousdoukos aus "Kurz und schmerzlos" und Sibel Kekilli aus "Gegen die Wand" zu sehen.
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