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Ungleiche Bezahlung
Jennifer Lawrence beklagt Sexismus in US-Filmindustrie

Jennifer Lawrence mit sehr tiefem Ausschnitt
Jennifer Lawrence mit sehr tiefem Ausschnitt FOTO: ap
Los Angeles. Hollywood-Spitzenverdienerin Jennifer Lawrence beklagt sich über Sexismus in der US-Filmindustrie. Aufgrund der durch ein Internet-Leck veröffentlichten E-Mails der Firma Sony wisse sie, dass sie weniger Gage erhalten habe als die männlichen Stars im Film "American Hustle", schrieb die 25-Jährige in einem am Dienstag veröffentlichten Beitrag für den feministischen Newsletter "Lenny".

Sie habe gefürchtet, als "schwierig" oder "verwöhnt" angesehen zu werden, wenn sie allzu sehr über ihre Gage verhandle. "Ich würde lügen, wenn ich nicht zugeben würde, dass der Wunsch gemocht zu werden meine Entscheidung beeinflusste, den Vertrag oder einen echten Kampf abzuschließen", schrieb Lawrence.

Sie habe damals gedacht, das sei eine "gute Idee". "Bis ich im Internet die Gehaltsliste sah und feststellte, dass alle Männer, mit denen ich arbeitete, sich definitiv nicht darum scherten, ob sie als 'schwierig' oder 'verwöhnt' angesehen werden." Mit der Nettigkeit solle jetzt Schluss sein, fuhr die durch "Die Tribute von Panem" bekannt gewordene Schauspielerin fort. "Ich bin es Leid, die 'hinreißende' Art zu finden, um meine Meinung zu äußern und dabei immer noch 'sympathisch' zu sein", schrieb sie. Sie glaube nicht, dass ein Mann darüber grüble, "welchen Standpunkt er wählen sollte, um gehört zu werden. Er wird einfach gehört".

Fotos: Szenen aus "Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 2" FOTO: Studio Canal

Hacker hatten sich Ende November Zugriff auf interne Dokumente und E-Mails der Produktionsfirma Sony verschafft und diese im Internet veröffentlicht. Unter anderem wurde dabei auch eine E-Mail bekannt, in der ein Sony-Filmproduzent Hollywood-Superstar Angelina Jolie als "minimal talentierte verwöhnte Göre" betitelte. Sie könne sich nicht vorstellen, dass jemand so etwas über einen Mann sagen würde", schrieb Lawrence dazu.

Die Schauspielerin, die 2012 einen Oscar für ihre Rolle in dem Film "Silver Linings" erhielt, zählt mit ihren 25 Jahren zu den jüngsten Hollywood-Stars - und zu den bestbezahlten: Mit einem Verdienst von 52 Millionen Dollar (46 Millionen Euro) war Lawrence laut dem US-Magazin Forbes im vergangenen Jahr die bestbezahlte Schauspielerin der Welt. Der bestbezahlte männliche Schauspieler Robert Downey Jr. verdiente allerdings fast 30 Millionen Dollar mehr.

(AFP)
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