Privat setzt der Star ganz auf Familie: Johnny Depp kritisiert Bush
zuletzt aktualisiert: 03.09.2003 - 11:53Hamburg/München (rpo). Johnny Depp, nach Frankreich ausgewanderter Amerikaner, übt scharfe Kritik am eigenen Präsidenten. George W. Bush sei "einer der schlechtesten Lügner, die ich je gesehen habe", sagte der Schauspieler in einem Interview mit dem Magazin "Stern" (Donnerstag)
Bush, dem es in Irak "nur ums Geschäft" gehe, sei "einer der schlechtesten Lügner, die ich je gesehen habe", zitierte der "Stern" Depp. Die Regierungspolitiker, "erwachsene Männer und Frauen in Machtpositionen", hätten sich mit der Irak-Politik und mit ihrer Beschimpfung der den Krieg ablehnenden Franzosen als "Idioten" geoutet. "Endlich zeigt ihr der Welt, was für Volltrottel ihr seid", sagte der 40-Jährige nach Angaben des Magazins.
Depp, der mit seiner Frau, der französischen Sängerin Vanessa Paradis, hauptsächlich in Südfrankreich lebt, äußerte sich auch kritisch über die USA an sich. Seine vierjährige Tochter und seinen einjährigen Sohn erzieht er nach eigenen Worten dazu, Amerika als Spielzeug zu betrachten. "Man spielt ein bisschen damit rum, guckt es sich an. Und dann nichts wie weg. Sie merken von allein, dass es im Grunde ein kaputtes Spielzeug ist", sagte Depp, dessen neuer Film "Fluch der Karibik" gerade in Deutschland angelaufen ist. Der Schauspieler sagte, er habe zwar noch ein Haus in Los Angeles und könne sich vorstellen, mit seiner Familie gelegentlich dort zu sein, "aber nie für länger".
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