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Kinostart von "Girls' Night Out"
"Hangover" aus weiblicher Sicht

Kinofilm "Girls' Night Out" - "Hangover" aus weiblicher Sicht
Scarlett Johansson (M.) feiert heftig in "Girls' Night Out". FOTO: dpa, kde
Düsseldorf. In "Girls' Night Out" läuft ein Junggesellinnenabschied aus dem Ruder. Der Film erinnert an das bekannte Schema aus der "Hangover-Trilogie".  Von Barbara Munker

Die wohl undankbarste Rolle in der Komödie "Girls' Night Out" hat der australische Schauspieler Ryan Cooper. Nur für wenige Filmminuten darf das Ex-Model seinen gestählten Körper lebend zeigen - als männlicher Stripper bei einen Junggesellinnenabschied. Dann passiert ein dummer Unfall. Die stürmische Alice und eine scharfe Kante am Kamin in der Strandvilla in Miami werden ihm zum Verhängnis. Wie können fünf nicht mehr nüchterne Freundinnen die Leiche los werden? Den Rest des Films ist Cooper - spärlich bekleidet und leblos - den Frauen ausgeliefert.

"Girls' Night Out" ist kein harmloser Mädelsspaß, mehr eine weibliche Variante der deftigen "Hangover"-Trilogie. Stürzten sich in der erfolgreichen Comedy-Reihe Bräutigam und Kumpel vor einer geplanten Hochzeit in einen Vollrausch, so erleben nun alte College-Freundinnen auf einem Wochenendtrip nach Miami irrwitzige Action, die oft unter der Gürtellinie endet.

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Scarlett Johansson spielt die Karriere-Politikerin Jess, die bald heiraten will. Alice (Jillian Bell) ist eine pummelige Lehrerin, die gerne über die Stränge schlägt. Dazu kommen die in Scheidung lebende Blair (Zoë Kravitz), die linke Aktivistin Frankie (Ilana Glazer) und Pippa (Kate McKinnon), eine Studienfreundin aus Australien.

Sie koksen, saufen und hauen auf den Putz - unter der Regie einer Frau. Es ist das Spielfilmdebüt der amerikanischen Produzentin und Autorin Lucia Aniello, die mit "Broad City" eine TV-Sitcom über zwei Freundinnen in New York mit Humor und Tiefgang lieferte. In "Girls' Night Out" sackt das Niveau nun allerdings auf dumme Peniswitze und seichte Klischees ab.

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Nur der starken Darstellerriege ist es zu verdanken, dass die flachen Späße und das überzogene Skript nicht völlig aus dem Ruder laufen. Doch am Ende ist es derber Klamauk, den der englische Filmtitel "Rough Night" treffender beschreibt. Eine ganz schön harte (Kino-)Nacht.

Girls' Night Out, USA 2017 - Regie: Lucia Aniello, mit Scarlett Johansson, Kate McKinnon, Jillian Bell, Zoë Kravitz, 101 Min.

Quelle: RP
 
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