Animationsfilm aus Belgien

Kinderfreundliche Robinsonade in 3D mit Cindy aus Marzahn

Bei Stress kommt die Sehnsucht nach der einsamen Insel, sagt man. Robinson Crusoe ist da natürlich die Ausnahme. Mit was quälte Daniel Defoe den Armen nicht alles in seinem 1719 veröffentlichten Roman! Einziger Überlebender eines Schiffbruchs, danach 28 Jahre fern der Zivilisation. Hunger, Heimweh, Fieberkrämpfe, Kannibalen und Piraten. Klingt nach Stress. Von Renée Wiedermehr

"Alvin und die Chipmunks"

Die Streifenhörnchen mit den schrillen Stimmen sind zurück

Seit 2011 wurden sie nicht mehr auf der Kinoleinwand gesehen, es ist ruhig um sie geworden. Man hätte sie glatt vermissen können. Doch wenn in den Kinos nun die Vorhänge aufgehen und Alvin, Simon und Theodore wieder zu quietschen und singen beginnen, ist es mit der Wehmut schnell vorbei - zumindest bei den Eltern. Von Jan-Nikolas Pickermehr

"Ein Atem" von Christian Zübert

Das Kindermädchen vom Fahndungsplakat

Zweifel in der Verzweiflung kennt Tessa keine mehr. "Sie hat sie mitgenommen", erklärt sie unwirsch den Polizisten, die gerade in der schicken Wohnung der Angestellten einer Werbeagentur stehen. Tessas kleine Tochter Lotte ist verschwunden, das griechische Kindermädchen Elena (Chara Mata Giannatou) ebenfalls. Von Thomas Klingenmaiermehr

Doku "Match Me!"

Herz ist stumpf

Ein herrlicher Film ist das, weil er nämlich die natürliche Else-Kling-Neugier im Zuschauer befriedigt, das Bedürfnis nach Klatsch, nach Mäuschenspielen und Schlüssellochgucken. Und weil er zudem neuerlich und eindrucksvoll vor Augen führt, wie wichtig das mit der Liebe im Leben ist und wie schwierig, jemanden zu finden, der sie geben kann und von dem man sie auch annehmen möchte. Von Philipp Holsteinmehr

"Mademoiselle Hanna und die Kunst Nein zu sagen"

Sie kann zu niemandem Nein sagen

So eine ausgeprägte Ich-Schwäche kann einem ruckzuck das Leben ruinieren. Hanna, seit 30 Jahren ichschwach, sieht mit ihren Miniröcken und waghalsig ausgeschnittenen Tops gar nicht danach aus, aber sie kann zu niemandem Nein sagen. Von Renée Wiedermehr

"The Danish Girl"

Eddie Redmayne fühlt sich im falschen Körper

Kopenhagen im Jahr 1926: Einar Wegener wird als erfolgreicher Landschaftsmaler gefeiert, seine Frau Gerda zeichnet Porträts. Sie sind jung und glücklich miteinander. Doch schnell wird in "The Danish Girl" klar, dass mit dem Filmtitel nicht die Künstlerin, sondern ihr Ehemann gemeint ist. Von Barbara Munkermehr

"Je Suis Charlie"

Dokumentation über die Anschläge auf "Charlie Hebdo"

Menschen, die "Je suis Charlie"-Plakate tragen. Junge Menschen, alte Menschen, Franzosen, Nordafrikaner, Christen, Juden und Muslime. An jenem 11. Januar 2015 spielten Hautfarbe und Religion keine Rolle. Millionen von Menschen waren vereint im Protest gegen den Anschlag auf die Meinungsfreiheit und im Gedenken an die Opfer des Terroranschlags auf die Redaktion der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" in Paris. Vier Tage zuvor hatten im Kugelhagel von islamistischen Extremisten zwölf Menschen ihr Leben verloren, darunter acht Redaktionsmitglieder und Karikaturisten. In einer Doku, die zum Jahrestag des Blutbads in Deutschland startet, kommen Überlebende, Opfer, Journalisten und Philosophen zu Wort. Denn der 90-minütige Film will mehr, als das schreckliche Ereignis zu rekonstruieren. Daniel Leconte und sein Sohn Emmanuel stellen in der Doku die Frage, wie weit Satire gegen darf. Charb, Cabu, Wolinski: Karikaturisten, die bei dem Anschlag starben. In der Doku kommen sie wieder zu Wort. Die Regisseure haben Archivmaterial aus den vergangenen 20 Jahren zusammengetragen, vor allem Interviewausschnitte aus dem Jahr 2006/2007. Damit schlagen sie den Bogen zu der langen Vorgeschichte des Dramas. Schon am 2. November 2011 wurde auf die Zeitung ein Brandanschlag verübt. Allah sei groß genug, um Mohammed alleine zu verteidigen, erklärte Stéphane Charbonnier in einem der aufgezeichneten Gespräche. Der Chefredakteur, der unter dem Künstlernamen Charb auftrat, stand unter Polizeischutz. Auch sein Bodyguard Franck Brinsolaro kam bei dem Anschlag ums Leben. mehr

"Louder Than Bombs"

Studie über das Zerbrechen einer Familie

Die Entfremdung ist vom ersten Augenblick an zu spüren: Als Jonah (Jesse Eisenberg) am Krankenhausbett seiner Frau steht, die gerade das gemeinsame Kind zur Welt gebracht hat, ist da etwas Distanziertes, Tranceartiges. Er scheint etwas zu verheimlichen; auf dem Weg, ihr Essen zu besorgen, trifft er seine Ex, der er nichts von dem fröhlichen Ereignis erzählt. Von Britta Schmeismehr