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Kinostart von "Arrival"
Amy Adams - die Alien-Dolmetscherin

Arrival mit Amy Adams als Alien-Dolmetscherin jetzt neu im Kino
Hollywoodstar Amy Adams muss in dem Film Kontakt zu den Außerirdischen herstellen. FOTO: Screenshot: Youtube (Sony Pictures Entertainment)
Düsseldorf. Aliens landen auf der Erde. Doch die Menschheit kann nicht mit den Neuankömmlingen kommunizieren. Eine Wissenschaftlerin soll den ersten Kontakt herstellen. Ihre Mission wird zum spannenden Wettlauf gegen die Zeit. Von Sebastian Esch

Regisseur Denis Villeneuve spielt in seinem neuen Science-Fiction-Film "Arrival" mit der Reaktion der Menschheit auf das Eintreffen von Aliens auf der Erde. Der Thriller kann durchaus mit seinen vergangenen Arbeiten (Prisoners, Sicario) mithalten. Das Werk basiert auf der Novelle "Story of your Life" von Ted Chang, das mit dem Science-Fiction-Preis "Nebula-Award" ausgezeichnet wurde.

Zwölf muschelartige Raumschiffe landen an verschiedenen Stellen auf dem Planeten. Welche Absichten die Besucher haben, bleibt über weite Strecken des Films unklar. Die Frage, ob es sich um eine Kriegserklärung oder nur einen Zwischenstopp handelt, beschäftigt die gesamte Menschheit – und sorgt für Spannung beim Zuschauer.

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Protagonisten des Films sind die Linguistin Louise Banks (Amy Adams) und der Wissenschaftler Ian Donnelly (Jeremy Renner). Sie werden von der Regierung gebeten, gemeinsam nach einer Möglichkeit zu suchen, sich mit den Außerirdischen zu verständigen – denn die unbekannte Sprache der Besucher ist ein Rätsel.

Die erste Begegnung der Menschheit mit den unbekannten Lebensformen gehört zu den spannendsten Momenten des Films. Das Aufeinandertreffen ist mysteriös, ein Blick auf die Außerirdischen bleibt den Zuschauern zunächst verwehrt.

Aliens – eine Bedrohung?

Der Science-Fiction-Film beschäftigt sich also weniger mit einem Invasions-Szenario a la "Independence Day" und dem Kampf gegen Aliens, sondern richtet den Fokus auf die verzweifelte Reaktion der Menschheit beim ersten Kontakt. Die Welt rätselt: Ist dies die Ankunft einer freundlich gesinnten Zivilisation oder das bevorstehende Ende der Welt?

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Der Film übt deutliche Gesellschaftskritik, thematisiert Ängste und Vorurteile. Denn während die Protagonisten versuchen, einen friedlichen Austausch mit der weit überlegenen Spezies auf den Weg zu bringen, planen die Regierungen der Welt bereits den Großangriff auf die Alien-Raumschiffe. Schließlich kommt es zu Uneinigkeit und Misstrauen unter den Mächtigen der Welt. Für die Wissenschaftler wird ihre Mission dadurch zum Wettlauf gegen die Zeit.

Die Atmosphäre überzeugt

Das Setting macht den Film zu einem düsteren Science-Fiction-Blockbuster. Dunkle Szenerie, eindrucksvolle Spezialeffekte und düstere Musik formen eine bedrückende Atmosphäre. Die Schauspieler überzeugen. Der Kinogänger fiebert mit. Amy Adams, bereits mehrfach für den Oscar nominiert, trägt diesen Film. Sie glänzt als zunächst ängstliche, dann aber zielstrebige Forscherin, die einen katastrophalen Krieg verhindern muss.

Zusätzlich verkörpert sie überzeugend eine gebrochene Mutter, deren Leben durch ihre neue Mission komplett auf den Kopf gestellt wird. Auch Schauspieler-Kollege Jeremy Renner zeigt, dass er auf der Leinwand weit mehr kann als Nebenrollen in Actionfilmen wie "The First Avenger" zu spielen.

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Arrival präsentiert sich als spannender und düsterer Thriller mit spektakulären Bildern, einer mitreißenden Geschichte und glaubhaften Schauspielern. Kinofans wird Villeneuve mit seinem neuen Werk garantiert überzeugen. Denn er thematisiert die große Frage: Gibt es andere Zivilisationen im Universum? Sind sie freundlich oder todbringende Invasoren? Sind wir bereit für den ersten Kontakt? Science-Fiction-Liebhaber werden mit Sicherheit nach dem Film darüber diskutieren.

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