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Film-Kritik: Be Cool: Auf der Jagd nach dem nächsten Hit

zuletzt aktualisiert: 28.03.2005 - 13:42

Ist das Musikgeschäft besser als das Filmgeschäft? In der Fortsetzung von "Schnappt Shorty" versucht John Travolta dies als supercooler Ex-Gangster herauszufinden. Gemeinsam mit Edie, gespielt von "Kill Bill"-Star Uma Thurman, will er sich in der Musikszene versuchen. Regisseur F. Gary Gray legt mit "Be Cool" eine satirische Krimikomödie mit hohem Unterhaltungswert vor, auch wenn die Fortsetzung nicht ganz so bissig ausfällt wie das Original.

Von Hollywood hat Chili (John Travolta) erstmal genug. Stattdessen will der mit allen Wassern gewaschene Ex-Geldeintreiber sein Können und Verhandlungsgeschick nun im Musikgeschäft lukrativ anwenden. Als der befreundete Produzent Tommy (James Woods) beim Mittagessen mit ihm von einem russischen Mafioso erschossen wird, steigt er spontan bei dem Independent-Plattenlabel der schönen Witwe Edie (Uma Thurman) ein.

Im Handumdrehen nimmt Chili die hochtalentierte Sängerin Linda (Christina Milian) unter seine Fittiche und macht sich so ihre hartgesottenen Manager (Harvey Keitel und Vince Vaughn) zu Feinden. Außerdem kommt er einem schwulen Leibwächter (Dwayne "The Rock" Johnson), einem verfressenen Killer (Robert Pastorelli), einem schießwütigen Gangster-Rapper (Andre Benjamin) und einem eloquenten Rap-Musik-Impressario (Cedric the Entertainer) in die Quere, dem Tommy jede Menge Geld schuldet. Bei so vielen Problemen müssen Chili und Edie vor allem die Nerven behalten.

Wie schon "Schnappt Shorty" beruht auch "Be Cool" auf einem Buch des Krimi-Autors Elmore Leonard. Aber stärker noch als Regisseur Barry Sonnenfeld im zehn Jahre alten Vorgänger setzt sein Regiekollege F. Gary Gray auf exzentrische Figuren und jede Menge Starpower. Dagegen rückt die ohnehin substanzarme Handlung in den Hintergrund, während die Realitätsbezüge sich in Richtung Cartoon verschieben.

Die flotte Aneinanderreihung von gewitzten Wortgefechten, Running Gags und Slapstick-Nummern wird mit etlichen Insider-Anspielungen und Satirespitzen gegen die Film-, Musik- und Entertainment-Szene angereichert.

Neben angesagten Künstlern aus der US-Comedy- und Musikszene wie der Sängerin Christina Milian oder dem Comedystar Cedric the Entertainer dürften einige eingebaute Songs und Performances helfen, die jeweiligen Fangemeinden anzusprechen und auf den Film aufmerksam zu machen. Aber selbst Cameo-Auftritte von "Aerosmith"-Rockstar Steven Tyler oder dem Komiker-As Danny DeVito reichen nicht aus, um den intelligenten Witz von "Schappt Shorty" zu erreichen.

Quelle: afp

 
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