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"Big Business" im Kino
Die komischen Seiten des Kapitalismus

"Big Business" mit Vince Vaughn: Die komischen Seiten des Kapitalismus
FOTO: dpa, mbk
Düsseldorf. Versuch einer Popcorn-Komödie: "Big Business" mit einem engagierten Vince Vaughn und dem Untertitel "Außer Spesen nichts gewesen". Das dürfte auch mancher Kinogänger so sehen.

Es ist der unzählige Male verfilmte amerikanische Traum: Sich niemals unterkriegen lassen, kämpfen, es wollen, dann klappt es auch mit dem Sieg gegen scheinbar unbesiegbare Gegner. In der US-Komödie "Big Business" spielt Vince Vaughn (45, Ex-Freund von Schauspielerin Jennifer Aniston) einen Unternehmer, der sich im Kampf um einen lukrativen Auftrag mit seinem übermächtigen, ehemaligen Arbeitgeber-Konzern herumschlagen muss.

Dan Trunkman (Vaughn, "Old School"), muss sich als "Jung"-Unternehmer behaupten und zugleich das Schulgeld für seinen übergewichtigen, gemobbten Sohn zusammenbekommen. Er wird unterstützt von einem alternden Kollegen Tim (Tom Wilkinson), der mit dem Geld vor allem seine Scheidung finanzieren will, und dem naiven jungen Schuhverkäufer Mike (Dave Franco), der in dem Trio den Narren gibt. Die Gegenspielerin der drei ist Trunkmans Ex-Chefin, gespielt von Sienna Miller.

Die wüste Geschichte schlingert unter der Regie von Ken Scott ("Der Lieferheld - Unverhofft kommt oft") turbulent und nicht immer nachvollziehbar durch die 93 Minuten. Trunkman kündigt, weil ihm seine Chefin trotz erfolgreicher Abschlüsse das Gehalt kürzen will. Umso verbissener und mit allen Tricks versucht sie darum hinterher, dem widerspenstigen Aussteiger seinen ersten größeren Auftrag abzuluchsen.

Dieser schon sicher geglaubte Auftrag führt das ungleiche Trio nach Berlin. Unter dem Vertrag fehlt nur noch die Unterschrift und warum nicht eine Dienstreise nach Europa? Doch hier beginnt das Chaos. Aus weitgehend unerfindlichen Gründen müssen die drei Männer noch schnell nach Hamburg, verstehen ihr Navi nicht, müssen auf der Landstraße einem Rentier ausweichen und haben in Berlin diverse schlüpfrige Begegnungen.

Tja, und wieso Berlin? Der Film "Big Business" bekam 400.000 Euro Förderung als bedingt rückzahlbaren Kredit vom Medienboard Berlin-Brandenburg. Dazu kamen 2,23 Millionen Euro reiner Zuschuss aus dem Deutschen Filmförderfonds. Die Förderfonds argumentieren damit, dass ein Mehrfaches der Fördersumme von den Produktionsfirmen in der Region beziehungsweise in Deutschland ausgegeben wird. "Big Business" eben. Der alternde Tim sagt im Film seufzend: "Ich wünsche mir eine Zukunft, in der ich mich vergnügen kann." In "Big Business" dürfte das nicht allen Kinobesuchern gelingen.

Quelle: RP
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