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gesetz der rache constantin nur mit film
  Foto: Constantin
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Action "Das Gesetz der Rache": Ein Mann sieht rot

VON PETER STEINHART - zuletzt aktualisiert: 19.11.2009 - 10:55

(RP). Wieder mal "Ein Mann sieht rot" – aber nicht mehr so einfach wie damals, in den 1970er Jahren, als Charles Bronson sich für die Ermordung von Frau und Kind rächte, indem er an kriminellen Rowdys in den Straßen und U-Bahnen von New York die Todesstrafe vollstreckte. Auch Clyde will sich nun für den Mord an Frau und Kind rächen – aber nicht nur an ein paar Kriminellen, sondern gleich am ganzen System von Polizei, Justiz und sonstigen Vertretern bürgerlicher Ordnung. Auch nicht mit simplen Schusswaffen, sondern mit ferngesteuerten Mordanschlägen, die schließlich eine ganze Großstadt terrorisieren. Er will "den ganzen Tempel" zum Einsturz bringen in einem Rachefeldzug von "biblischem" Ausmaß.

Das "Gesetz der Rache", dem sich ein bis dahin "Law Abiding Citizen" (ein "gesetzestreuer Bürger"– so der Originaltitel) verschreibt, wird durch ein Justizmanöver ausgelöst. Ein ehrgeiziger Staatsanwalt (Jamie Foxx) vermeidet den ungewissen Ausgang eines Strafprozesses, indem er mit dem Richter einen "Deal" aushandelt: Todesstrafe für den Komplizen beim Doppelmord gegen milde Strafe für den Hauptschuldigen, der als Kronzeuge auftritt. Clyde (Gerard Butler), der Ehemann und Vater der Ermordeten, eröffnet zehn Jahre später seine Selbstjustiz mit dem Zu-Tode-Foltern der Täter, was nicht ganz so drastisch ausgemalt wird wie in "Saw"- oder "Hostel"-Filmen. Der richtige Horror beginnt erst, nachdem er sich verhaften lässt und vom Gefängnis aus seinen Krieg gegen den Staatsanwalt steuert. Er sei als Hightech-Bastler für Mordanschläge von US-Geheimdiensten in fernen Ländern reich geworden, erfahren die entsetzten Vertreter von Polizei, Justiz und Stadtverwaltung, während immer mehr ihrer Kollegen in tödliche Fallen geraten.

Der Explosions- und Feuerzauber steigert sich zum Spektakel ohne großen Anspruch auf Glaubwürdigkeit. Der Film gewinnt aber an Spannung durch das geschickte Spiel mit den Sympathien des Zuschauers: Zunächst wird er dazu verführt, sich mit der mörderischen Raffinesse eines Psychopathen zu identifizieren, doch dann beginnt er mit dem Staatsanwalt seiner Entmachtung entgegenzufiebern. Der Rächer wird zum Schurken, weil er so maßlos wird wie ein Michael Kohlhaas. Doch weil das Drehbuch nicht von Kleist, sondern nur von Kurt Wimmer stammt, begnügte sich der Regisseur F. Gary Gray mit einem Horror-Krimi, bei dem weniger die Darsteller als vielmehr die Schauplätze in Philadelphia durch ihre Prägnanz auffallen.

Bewertung: 3 von 5 Sternen

Quelle: RP

 
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