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"Es ist kompliziert..!" im Kino
Zwischen Zynismus und Hoffnung

"Es ist kompliziert..!" mit Simon Pegg: Zwischen Hoffnung und Zynismus
FOTO: dpa, sab
Düsseldorf. Eine frustrierte Zynikerin, ein verletzter Romantiker und eine Verwechslungsgeschichte um die große Liebe sind die Zutaten für die neue britische Komödie "Es ist kompliziert..!". Das klingt deutlich schlimmer, als es ist.

Für die Single-Frau über 30 gibt es im Kino oft vor allem eine Rolle: die Tragische. Die wunderbare Bridget Jones, die sich zum Song "All By Myself" die Augen aus dem Kopf weinte, bis sie endlich ihren Mr. Darcy fand, hat diese Rolle geprägt wie keine andere. Jetzt kommt eine neue britische Komödie ins Kino, die den gleichen Ausgangspunkt hat: den einsamen, alternden, weiblichen Langzeit-Single.

In "Es ist kompliziert..!" heißt dieser weibliche Single Nancy und wird dargestellt von der noch weitgehend unbekannten US-Schauspielerin Lake Bell, die in der Anwaltsserie "Boston Legal" mitgespielt hat, im Kino aber bislang nicht in einer großen Hauptrolle zu sehen war. Ihren Mr. Darcy spielt kein Colin Firth, sondern "Shaun of the Dead"- und "Mission: Impossible"-Star Simon Pegg.

Die Geschichte der beiden beginnt mit einer Zugfahrt, auf der eine verkaterte, zynische Nancy auf die hoffnungsvolle Mitzwanzigerin Jessica trifft, die im Glauben an die große Liebe auf dem Weg ist zu einem Blind Date am Londoner Bahnhof Waterloo. "Ach so, ein Blind Date? Funktioniert immer", ist Nancys ungerührter, abgeklärter Kommentar und das junge Mädchen mit dem Pferdeschwanz weiß sofort: Achtung, frustrierte alte Schachtel.

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Und so überlässt Jessica Nancy ihr Buch "Wie finde ich meinen Partner in der modernen Welt?" - auf dass es doch noch was werde mit der großen Liebe der 34-Jährigen. Das Buch sollte aber gleichzeitig das Erkennungszeichen für das Blind Date sein. Es kommt, wie es kommen muss: Jack, das Date, hält Nancy für Jessica - und weil der frisch geschiedene Jack Nancy auf den ersten Blick gefällt, klärt sie seinen Irrtum nicht auf.

Es folgt eine turbulente Kneipentour durch London und die schnelle Gewissheit, dass die beiden zynischer Topf und romantischer Deckel sind. Über dem vielversprechenden ersten Date aber hängt natürlich das Damoklesschwert der unvermeidlichen Demaskierung.

"Kompliziert" ist an diesem Film zunächst einmal nichts. Natürlich siegt am Schluss die Liebe über den Frust, die Zweisamkeit über die Einsamkeit. Doch der Weg zu einem solchen ohnehin immer wieder rührenden Happy End ist so unterhaltsam, so ehrlich und temporeich, dass der vorhersehbare Verlauf nichts ausmacht. Das wortwitzreiche Zusammenspiel zwischen den wunderbar harmonierenden Schauspielern Bell und Pegg ist einfach grandios anzuschauen - und vor allem anzuhören. Die ganz klare Stärke des Films ist nicht der vorhersehbare Plot, sondern sind seine tollen Charaktere.

(dpa)
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