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Neu im Kino
"Fraktus" - am Anfang genial
Szenenbilder aus "Fraktus"
Szenenbilder aus "Fraktus" FOTO: Pandora
Wer diesen Film sieht, möchte seine Freunde zusammentrommeln und mit ihnen auch so etwas machen: eine "Mockumentary", eine Pseudo-Dokumentation also, die etwas beschreibt, das es gar nicht gibt. Von Philipp Holstein

In "Fraktus" geht es nun um die Band gleichen Namens, die in den frühen 80er Jahren den Techno erfunden haben soll. Ausgedacht haben sich diese Geschichte Heinz Strunk, Jacques Palminger und Rocko Schamoni, die als Studio Braun bekannt sind.

Sie spielen auch die Hauptrollen, und damit das Freundschaftswerk authentisch daherkommt, engagierten sie Regisseur Lars Jessen, der 2009 bereits Schamonis Roman "Dorfpunks" verfilmt hat.

Der Zuschauer erlebt also den Aufstieg der Band aus Brunsbüttel, Zeitzeugen wie Blixa Bargeld, Marusha und Westbam erzählen von damals, Jan Delay etwa sagt: "Man wusste ja nicht, wie large das alles war!"

Einen Auftritt in der Musiksendung "Formel Eins" gibt es auch. Fraktus trennen sich 1983, und 30 Jahre später versucht ein Plattenmanager (Devid Striesow) die Musiker wieder zusammenzubringen.

Der Anfang dieses Kumpelprojekts ist schlichtweg genial, nach der Hälfte geht ihm ein wenig die Luft aus, darüber tröstet indes der Soundtrack hinweg – er liegt auch auf CD vor.

Zur Einstimmung sollte man sich das Fraktus-Video "Affe sucht Liebe" bei Youtube ansehen. Es ist die reine Freude.

Quelle: RP/pst/das/ac/csi
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