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"Hasret - Sehnsucht"
Surrealistische Liebeserklärung an Istanbul

"Hasret - Sehnsucht": Bob Hopkins versucht Istanbul einzufangen
FOTO: dpa, lus
Düsseldorf. Sie ist die Stadt der Gegensätze, die Brücke zum Orient, arabisch und europäisch, moderne Metropole und Stätte der Antike: Istanbul verzaubert Besucher mit ihrer pulsierender Lebenslust und melancholischen Schwere. Von Britta Schmies

Diese Stadt kann man nie wieder verlassen, wenn man einmal von ihr gefangen genommen wurde, heißt es. Der britische Filmemacher Bob Hopkins ließ sich von ihr fangen - und er hat sie in seiner surrealistischen Dokumentation "Hasret - Sehnsucht" versucht einzufangen.

Es ist ein seltsamer Start, den Hopkins wählt: Mit seinem Team kommt er wie von Schleusern organisiert im Laderaum eines Lastwagens in die Türkei. Flugtickets lässt die Low-Budget-Produktion nicht zu. Hopkins nennt Fakten über die jahrtausendealte Stadt, die Zahl der Touristen, die Größe. Doch das alles will er eigentlich nicht wissen und schon gar nicht dokumentieren. Nach und nach stellt er fest, dass es ein ganz anderes Istanbul gibt, jenes unter der touristischen Oberfläche.

Es ist zum einen das urbanisierte, von Weltkonzernen beherrschte Istanbul, und daneben das geheime Istanbul der Katzen, der Liebenden, der Geister und der Träume. "Hasret" ist eine Reise der Sinne, die gefangen nimmt.

Quelle: RP
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