Film -Kritik: Laws of Attraction - Was sich liebt, verklagt sich
zuletzt aktualisiert: 13.06.2005 - 09:58Leichte Kost, die gut unterhält und niemandem weh tut, kann eine schöne Sache sein. Wie die Sommer-Komödie "Laws of Attraction - Was sich liebt, verklagt sich" - Dank der wunderbaren Hauptdarsteller Pierce Brosnan und Julianne Moore hat die britisch-irische Ko-Produktion alles, was einen schönen Kinoabend garantiert.
Beide Darsteller spielen in der romantischen Komödie erfolgreiche Scheidungsanwälte in New York, die sich mit List und Tücke für ihre Mandanten vor Gericht bekriegen, aber auf diese Weise einander auch näher kommen. Nach einem durchzechten Abend kommen sie sich sogar ganz nah. Daniel, so heißt er, ist ein Mann, dem die Frauen auch ohne ein Übermaß an Alkoholgenuss ganz gerne ins Bett begleiten. Doch Audrey, so heißt sie, ist am nächsten Morgen sehr entsetzt darüber, genau das getan zu haben.
Im Gegensatz zu dem charmanten Leichtfuß Daniel ist die schöne Audrey nämlich eine disziplinierte, der Ordnungsliebe ergebene Frau, die Chaos im Beruf wie im Privatleben meidet. Doch was geschehen ist, ist nun mal geschehen. Ausgerechnet jetzt aber sind die Anwälte in den erbitterten Beziehungskrieg zwischen dem promisken Rockstar Jamison und der ausgeflippten Modedesignerin Serena verwickelt. Jamison und Serena balgen sich um ein riesiges Schloss in Irland, das jeder der beiden als Scheidungsbeute beansprucht. Und die Anwälte sind mit vor Ort, um den Beutewert zu kalkulieren. Was aus dieser Dienstreise von Daniel und Audrey folgt, ist nicht schwer zu erraten.
Gute Unterhaltung trotz kleiner Schönheitsfehler
"Laws of Attraction" ist eine durchweg sympathische romantische Komödie ohne jeden krampfhaften Tiefgang. Das Kino ist nun einmal auch der Ort, wo sich der Alltag vergessen lässt. Das fällt umso leichter mit den beiden attraktiven Stars in den Hauptrollen: Julianne Moore präsentiert sich mit femininer Resolutheit als Karrierefrau mit Herz. Und Pierce Brosnan, das müssen auch seine Geschlechtsgenossen neidlos anerkennen, ist ein blendend aussehender Mann und souverän agierender Schauspieler, der Zuschauerinnen sehnsüchtige seufzen lassen dürfte: 'So müsste er sein, der Traummann!"
Regisseur Peter Howitt hat das alles sehr nett inszeniert. Im Drehbuch sind einige Unglaubwürdigkeiten und Flachheiten enthalten, die den Spaß an dem Film jedoch nicht übermäßig beeinträchtigen: Es wäre zum Beispiel nicht nötig gewesen und ist auch nicht schlüssig, Audrey und Daniel so schnell im Bett landen zu lassen. So was hätte bei diesen Charakteren erst am Schluss erfolgen dürfen. Und die Reise nach Irland, der Heimat von Brosnan, ist etwas arg konstruiert und wohl allein der irischen Mitfinanzierung des Films geschuldet. Gleichwohl ist "Laws of Attraction" gute Unterhaltung, die den Eintritt lohnt.
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