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"Beilight" kommt ins Kino: Platte Vampir-Parodie

VON FRANK NOACK - zuletzt aktualisiert: 09.09.2010 - 15:42

Düsseldorf (RP). Taylor Lautner, einer der drei Hauptdarsteller aus den "Twilight"-Filmen, ist leicht zu erkennen, denn selbst bei Minustemperaturen tritt er bevorzugt ohne Hemd auf. Kann man jemanden wie ihn parodieren? Die Regisseure Jason Friedberg und Aaron Seltzer ("Date Movie", "Meine Frau, die Spartaner und ich") haben es versucht.

Für ihre "Twilight"-Parodie "Beilight" haben sie einen jungen Mann namens Chris Riggi engagiert, der nicht nur die Resultate seines Bodybuildings vorführt – er ölt sich auch vor den Augen seiner Freundin ein und erklärt, er müsse laut Vertrag alle zehn Minuten das Hemd ausziehen.

Darüber kann man schmunzeln. Der große Brüller ist es nicht. Zum Teil wegen der Vorlage: Die "Twilight"-Filme werden zwar von Millionen Teenies ernst genommen, aber sie sind nicht ganz frei von Selbstironie. Friedberg und Seltzer setzen mangels besserer Einfälle auf Brachialhumor.

Als Becca Crane (Jenn Proske) nach jahrelanger Abwesenheit wieder zu ihrem Vater zieht, macht er ordinäre Bemerkungen über ihre körperliche Entwicklung. Andeutung von Inzest! Doch keine Sorge, der Mann ist schon versorgt. Inmitten der Puppen in Beccas Kinderzimmer liegt eine aufblasbare Sexpuppe.

"Ich war lange allein", entschuldigt sich der Vater. Auf Fäkalhumor wurde ausnahmsweise einmal verzichtet, dafür werden wiederholt junge Frauen geschlagen und Körperteile abgetrennt. Die Vampire in diesem Film saugen nicht nur Blut, sie sind auch Kannibalen. Ein Chinese, der Essen liefert, wird ins Haus gezerrt und selbst verspeist.

Das am häufigsten verspottete Handlungselement der "Twilight"-Filme ist das Keuschheitsgelübde zwischen Bella und Edward. Hier hätte man, aus purer Lust an der Tabuverletzung, eine zutiefst unkeusche Liebesszene einbauen können. Doch dann wäre der Film erst ab 18 Jahren freigegeben worden und hätte seine eigentliche Zielgruppe verfehlt, die 12- bis 16-Jährigen.

Gespielt wird überraschend gut. Jenn Proske ist als Heldin fast so ansprechend wie Kristen Stewart, und Matt Lanter, in der Rolle des schönen bleichen Vampirs Edward, agiert wesentlich animierter als Robert Pattinson. Es hat schon schlechtere Genreparodien gegeben. Aber das ist keine Entschuldigung für die Biederkeit und Ideenarmut des Regisseurteams.

Quelle: RP

 
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