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valentinstag panorama warner bros NUR MIT FILM
  Foto: Warner Bros.
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Episodenfilm "Valentinstag" von Garry Marshall: Romantisches Allerlei am Valentinstag

VON ALBERT BAER - zuletzt aktualisiert: 11.02.2010 - 10:59

(RP). "Pretty-Woman"-Regisseur Garry Marshall legt eine neue Romantikkomödie vor. Diesmal versucht er sich in einem Episodenfilm an Variationen über die Liebe. Leider bedient er darin allzu viele Klischees. Außerdem sind nicht alle Geschichten wirklich erzählenswert.

Obwohl der Film einst von vielen als seichte Kitschoper abgetan wurde, erinnert man sich gerne zurück an "Pretty Woman", jenes zauberhafte Märchen, in dem der coole Geschäftsmann (Richard Gere) schließlich vor der süßen Prostituierten (Julia Roberts) in die Knie ging. Nicht nur für die junge Roberts, auch für Regisseur Garry Marshall war diese hinreißende Romanze anno 1990 der späte Durchbruch in Hollywood.

Seitdem hat sich der mittlerweile 75-Jährige einen Ruf als solider Schnulzenmacher erarbeitet, den er in den folgenden Jahren mit Filmen wie "Die Braut, die sich nicht traut" oder "Plötzlich Prinzessin" untermauerte, in denen es ganz nach Hollywood-Geschmack stets ein Happyend mit Hochzeitsglocken gab.

Nun serviert der Altmeister der wenig tiefgründigen, aber anschmiegsamen Romantikkomödie einen Episodenreigen über alle Altersstufen hinweg, der am Valentinstag spielt und in "Short- Cuts"-Art etwa ein Dutzend Paare und Singles in Los Angeles zeigt, die am 14. Februar in ein Wechselbad der Gefühle stürzen.

Und so bunt wie die Bouquets, die an diesem Tag verschenkt werden, ist auch das Staraufgebot, das sich hier vor der Kamera versammelt hat. Schon die Anfangszene demonstriert dabei, wie nahe Glück und Leid beieinander liegen können. Als der frisch verliebte Blumenhändler (Ashton Kutcher) früh am Morgen seine Herzensdame (Jessica Alba) mit Ring und einem Heiratsantrag aufweckt, ahnt man als Zuschauer bereits, dass die Angebetete seine Gefühle nicht teilt. Die Figur des Floristen und der Blumenladen, in dem er schuftet, ist so etwas wie der Fixpunkt, von dem aus in vielen weiteren Handlungssträngen sich die Wege der diversen, lose miteinander verbundenen Charaktere und Konstellationen kreuzen.

Dass allerdings die Qualität der einzelnen Episoden stark schwankt, ist bei der Fülle an Figuren wenig überraschend. Während man von mancher Geschichte gerne mehr gesehen hätte, wäre die eine oder andere verzichtbar gewesen. Ergreifend ist beispielweise, wie Shirley MacLaine und Hector Elizondo mit altersweiser Attitüde ein greises Ehepaar spielen, dessen Glück durch einen Seitensprung aus der Vergangenheit zu zerbrechen droht.

Oder wie sich eine sichtlich gereifte Julia Roberts als Soldatin im Flieger nach L.A. mit ihrem Sitznachbar (Bradley Cooper) unterhält und sich aus dem anfänglichen Smalltalk ein spannendes Dialogstück entwickelt.

Amüsant ist es, wenn Anne Hathaway als Sekräterin alles tut, um ihrem neuen Freund (Topher Grace) zu verheimlichen, dass sie ihr Studentendarlehen abstottert, indem sie nebenher Telefonsex anbietet. Und putzig, wenn ein Dreikäsehoch sein Sparschwein ausräumt und einen Strauß für seinen Schwarm bestellt, den der schon bekannte Florist in der Grundschule abliefern soll.

Andere Episoden hingegen hätte man sich besser gespart. Wie jene mit Jamie Foxx, der als Sportreporter dazu verdonnert wird, die Menschen auf der Straße zum Thema Liebe zu befragen, was dem eingefleischten Valentintags-Hasser gar nicht in den Kram passt.

Und auch die Nebenhandlung mit einer Grundschullehrerin (Jennifer Garner), die herausfindet, dass ihr Geliebter (Patrick Dempsey) in Wahrheit bereits verheiratet ist, erscheint doch arg abgegriffen. Schade ebenso, dass pfundigen Darstellerinnen wie Kathy Bates oder Queen Latifah nur kleine Auftritte am Rande gewährt werden, die dazu noch im Nichts enden.

Keine Frage, Marshall hat ein Händchen für zwischenmenschliche Verwicklungen, das hat er oft bewiesen. Aber diesen zuweilen ausufernden Wust an aufkommenden Sehnsüchten, verletzten Gefühlen und enttäuschten Erwartungen hat er nicht so in den Griff bekommen, wie man ihm gewünscht hätte.

Zu viele Figuren bleiben klischeehafte Abziehbildchen, von denen man einfach nicht genug erfährt oder erfahren will. Immerhin blinzelt des öfteren eine gewisse Ironie durch diese Ansammlung von Anekdoten. Denn wie hier einige Charaktere zwischen roten Rosen und plüschigen Plastikherzchen zum Kommerz gezwungen den Valentinstag begehen, das wirkt alles andere als romantisch.

Bewertung: 2 von 5 Sternen

Quelle: RP

 
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