| 13.10 Uhr

"The Gunman" im Kino
Altmodische Action mit Sean Penn

Sean Penn in "The Gunman": Nette Action und überragendes Ensemble
FOTO: dpa, sab
Düsseldorf. In "The Gunman" spielt Sean Penn einen Söldner, den die Vergangenheit einholt. Das ist nette Action, das Ensemble ist überragend – allerdings hat man das alles schonmal gesehen. Von Matthias von Viereck

Sean Penn hat sich ziemlich rar gemacht in den vergangenen Jahren. Es gab kleine und mittelgroße Rollen in Filmen wie "Das erstaunliche Leben des Walter Mitty", dem versponnenen "The Tree of Life", Auftritte in Werken wie "Gangster Squad". Wirklich für Furore aber sorgte der US-Schauspieler zuletzt mit seiner oscarprämierten Performance in Gus Van Sants "Milk" (2008). Nun meldet sich Penn, der auch als Regisseur arbeitet ("Into the Wild") mit einer Hauptrolle zurück, in der er zudem hie und da zeigen darf, was er alles drauf hat. In "The Gunman" gibt Penn einen ehemaligen Söldner, den sein Vorleben mit aller Brutalität einholt.

Jim Terriers (Penn) bisherige Vita ist nicht eben rühmlich. Jahrelang hat er sich als Söldner auf dem afrikanischen Kontinent verdingt, bis er, der auch ein geübter Scharfschütze ist, den Bergbauminister des Kongos ermorden soll. Nach dieser Tat muss Terrier, den wir rauchend und Schnauzer tragend kennenlernen, nicht nur Afrika, sondern auch seine Geliebte zurücklassen. Acht Jahre später ist der Schnauzer ab, auch baut Terrier nun, wieder im Kongo, Brunnen für eine Hilfsorganisation, wohl auch, um sich ein wenig rein zu waschen von all seinen Sünden.

Die Vergangenheit aber ist unbarmherzig. In Form eines Killerkommandos holt sie Terrier ein. Knapp kann er überleben. Und will mit Hilfe von Freunden herausfinden, wer ihm nach dem Leben trachtet. Eine gefährliche Suche, die dadurch erschwert wird, dass Terrier unter Schwindelattacken und Gedächtnisverlust leidet.

"The Gunman" ist ein altmodisches Werk, vom Titel übers Filmposter ("Armed with the truth", bewaffnet mit der Wahrheit) und einer eher altbackenen Story bis hin zum Namen des Hauptdarstellers (Terrier!). Zwar gibt es politische Untertöne, die aber meist zu verschwinden drohen im Actiongewimmel; der Film nimmt sich ernster als er vielleicht sollte, ein wenig mehr an Ironie hätte sicher gut getan.

Bei aller Kritik an "The Gunman" ist es schließlichaber doch einfach schön, einmal wieder so viel von Sean Penn in einem Film zu sehen.

Quelle: RP
 
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