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"Southpaw" im Kino
Jake Gyllenhaal brilliert in Boxer-Drama

"Southpaw" mit Jake Gyllenhaal als Boxer im Kino
FOTO: dpa, bsc
Düsseldorf. Internationale Medien und deutsche Fachblätter stellen sich die Frage: "Bekommt er diesmal einen Oscar?". Gemeint ist US-Schauspieler Jake Gyllenhaal, der sich in seinem neuen Film "Southpaw" auf beeindruckende Weise körperlich verausgabt. Von Matthias von Viereck

Er spielt einen Boxer, der nach großem Erfolg all das verliert, was ihm wichtig ist. Gyllenhaal soll für die aufreibende Rolle über fünf Monate trainiert und sieben Kilo abgenommen haben.

An seiner Seite in diesem Drama: Rachel McAdams und Forest Whitaker. Regie führte Antoine Fuqua ("Training Day"), das Drehbuch stammt vom Erfinder der TV-Serie "Sons Of Anarchy", Kurt Sutter.

Dass Billy Hope (Gyllenhaal) niemanden fürchtet, das prangt in tätowierten Lettern auf seinem Rücken ("Fear No Man"). Und doch muss er sich zu Beginn des Films im New Yorker Madison Square Garden sehr anstrengen: Nur knapp gelingt es ihm, seinen Weltmeistertitel im Halbschwergewicht zu verteidigen.

Ein schlechtes Omen: Nach mehr als 40 Siegen scheint Hopes Karriere ihren Scheitelpunkt erreicht zu haben. Auch Billys Frau (McAdams) spürt dies, nach dem Kampf redet sie ihm ins Gewissen, endlich eine Pause einzulegen. Dann der Schicksalsschlag: Billy verliert seine geliebte Frau und stürzt in ein scheinbar unendlich tiefes Loch.

Sein Manager (gespielt vom Rapper 50 Cent) lässt den Boxer fallen. Billy verliert seine Villa und das Sorgerecht für seine Tochter. Hope ist am Boden zerstört, richtet sich dann aber mit Hilfe eines alten Box-Hasen (Whitaker) wieder auf.

"Southpaw" reiht sich ein in eine nicht eben kurze Tradition amerikanischer Box-Dramen, vermag dem Genre aber kaum Neues hinzuzufügen. Die Story vom Underdog, dem der Ruhm zum Verhängnis wird, ist konventionell inszeniert. Sutters Drehbuch lässt zudem kaum ein Klischee aus: vom skrupellosen Manager bis hin zum heruntergekommenen Boxclub in einer düsteren Ecke New Yorks. Dass das gut zweistündige Werk trotzdem ein packender, auch bewegender und letztlich kurzweiliger Film ist, liegt an Gyllenhaal, dessen Blut-Schweiß-Tränen-Auftritt beeindruckt.

(dpa)
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