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"The Vatican Tapes“ im Kino
Ein müder Gruselversuch

"The Vatican Tapes“: Ein müder Gruselversuch
FOTO: dpa, sab
Der Teufel in Menschengestalt, diese Vorstellung unmittelbarer dämonischer Bedrohung übt auf Kinomacher seit langem eine eigenartige Faszination aus. "Der Exorzist" machte 1973 im Kino gewissermaßen den Genre-Auftakt, es folgten zahlreiche mal mehr, meistens eher minder originelle Hollywood-Neuauflagen des Kampfes Kirche gegen Satan (darunter etwa "Das Ritual", 2011).

Der Gruselfaktor war dabei immer gleich: Altbewährte Erkenntnisse werden auf den Kopf gestellt, Vertrautes wird plötzlich zur Gefahr. Der US-Grusel "The Vatican Tapes" greift auf dieses altbewährte Horror-Rezept zurück, wirklich zum Fürchten ist das aber nicht.

Zwar versuchen die Filmemacher am Ende, den Schrecken ums Vielfache zu erhöhen mit der Kinovision, der Teufel sei keineswegs besiegt, im Gegenteil: Er wird als Scharlatan in Menschengestalt von Zehntausenden Fans in prall gefüllten Fußballstadien gefeiert wie ein Popstar. Doch selbst mit ohrenbetäubendem Tamtam lässt sich das Gruseln des Zuschauers nicht erzwingen.

(dpa)
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