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Komödie "Contact High" mit Detlev Buck: Überdrehter Drogentrip nach Krakau

VON ALBERT BAER - zuletzt aktualisiert: 18.06.2009 - 11:20

(RP).Mit einer gängigen Erwartungshaltung sollte man diesem österreichischen Unikat nicht begegnen. Eine "Psychedelic Road Movie Western Komödie" nennt Regisseur Michael Glawogger ("Megacities") seinen Film "Contact High" selbst, und so verspielt verquer wie seine Beschreibung ist auch das Getümmel auf der Leinwand, das nur auf den ersten Blick wie eine Gangstergeschichte aussieht.

 Foto: Delphi Film
Foto: Delphi Film

 

Ausgangspunkt des Treibens ist eine mysteriöse Tasche mit seltsam lebendigem Inhalt, die irgendwo in Polen in einem Hotel deponiert ist. Der schwule Wiener Schrottplatzbesitzer Harry (Detlev Buck) soll für seinen Boss Carlos (Jeremy Strong) eben dieses Gepäckstück abholen. Da er sich jedoch lieber mit seinen blonden Mechanikern vergnügt, beauftragt er den Kleinkriminellen "Schorsch" (Georg Friedrich).

Die Bilder wuchern

Weil der aber kürzlich seinen Führerschein abgeben musste, landet die Mission bei der Imbissbesitzerin Mao (Pia Hierzegger), die wiederum ihre beiden, von Drogen umnebelten Würstel-Verkäufer Max Durst (Michael Ostrowski) und Hans Wurst (Raimund Wallisch) in den Zug nach Krakau setzt. Je weiter deren Reise Richtung Osten geht, desto abgedrehter gerät das Geschehen.

Da werden Hotelzimmer über Nacht kleiner, schweben Schmetterlinge aus der Tapete, kriegen Polizisten plötzlich Schweinsnasen und werden Taschen vertauscht, obwohl diese sich gar nicht ähnlich sehen.

Es sei gesagt, die Story ist hier völlig schnuppe, um eine stringente Dramaturgie schert sich Regisseur Glawogger keinen Deut. Er schmeißt Orte, Zeit und Handlungsstränge durcheinander und setzt den schrägen Ideen in seinem mit Filmzitaten gespickten Drogenmärchen keine Grenzen. Man staunt stets, was als nächstes kommt, wobei nicht alles ins Schwarze trifft oder treffen kann. Die ständige Steigerung von absurden Ereignissen wirkt mitunter auch etwas gewollt, und manch ein Gag hat schon Staub angesetzt.

Insgesamt gesehen hat dieser flippige Filmtrip, der wie ein Mix aus "Alice im Wunderland" und der Kiffer-Klamotte "Cheech und Chong" daherkommt, aber durchaus etwas Unterhaltsames. Denn immerhin wagt Glawogger etwas, weil er altbekannte Wege verlässt und sich unbekümmert seiner skurrilen, blühenden Fantasie hingibt.

Bewertung: 3 von 5 Sternen

Quelle: RP

 
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