Verleihung: Kopf-an-Kopf-Rennen beim Europäischen Filmpreis
zuletzt aktualisiert: 10.12.2004 - 12:10Barcelona (rpo). Der Film "Gegen die Wand" von Fatih Akin ist mit knappem Vorsprung der Favorit im Wettstreit um den Europäischen Filmpreis, der am Samstag zum 17. Mal verliehen wird. Vor rund 1.500 prominenten Gästen wird sich bei der Gala in Barcelona herausstellen, ob sich der Berlinale-Gewinner auch gegen die hoch dekorierte Konkurrenz wie die "Schlechte Erziehung" von Pedro Almodovar durchsetzen kann. Beide Filme gehen mit fünf Nominierungen ins Rennen.
In der Kategorie Europäischer Film 2004 konkurriert das preisgekrönte Beziehungsdrama von Akin mit fünf anderen Streifen. Insgesamt werden 17 Preise verliehen.
Akin wurde außerdem in der Kategorie Europäischer Regisseur und Europäischer Drehbuchpreis nominiert. Mit ihm konkurrieren in der Sparte Regie unter anderen Almodovar, Theo Angelopoulos und Agnes Jaoui. Als Europäische Schauspielerin wurde neben Penelope Cruz ("Don't Move"), Valeria Bruni-Tedeschi ("5 x 2") und anderen Sibel Kekilli in "Gegen die Wand" nominiert. Ihr Filmpartner Birol Ünel hat Chancen, Europäischer Schauspieler zu werden. Neben ihm kamen auch Bruno Ganz in "Der Untergang" und Daniel Brühl in "Die fetten Jahren sind vorbei" in die engere Wahl.
17 Kategorien
Weitere Kategorien des Filmpreises sind unter anderen der Europäische Kamerapreis, der Europäische Filmmusikpreis und der Prix Fassbinder, die Entdeckung des Jahres der European Film Academy. In dieser Sparte wurde aus Deutschland Sylke Enders mit dem Film "Kroko" nominiert. Als nichteuropäischer Film gehen unter anderem Michael Moores "Fahrenheit 9/11" und "2046" von Wong Kar-Wai ins Rennen um die Auszeichnung. Auch drei Publikumspreise werden vergeben.
Als Gäste werden unter anderen Victoria Abril, Franka Potente, Jean Marc Barr, Jeremy Irons, Wim Wenders und Istvan Szabo erwartet. Die norwegische Schauspielerin und Regisseurin Liv Ullmann wird für ihren "europäischen Beitrag zum Weltkino" ausgezeichnet. Der European Film Academy Preis für ein Lebenswerk geht an den spanischen Filmemacher Carlos Saura.
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