Nominierungen für die Goldene Himbeere: Lindsay Lohan - heiß gehandelt für den Peinlich-Award
zuletzt aktualisiert: 22.01.2008 - 11:44Los Angeles (RPO). Die Zeit der Nominierungen ist gekommen. Nicht immer eine Sache von Glanz und Ehre. Wie jedes Jahr zittern die Stars vor der Goldenen Himbeere. Absolute Top-Favoriten wegen unterirdischer Leistungen: Lindsay Lohan und Eddie Murphy.
Sie kandidieren unfreiwillig gleich mehrfach für die wohl am wenigsten begehrte "Auszeichnung" Hollywoods. Lohans Film "Ich weiß, wer mich getötet hat" liegt mit gleich neun Nominierungen, darunter für die schlechteste Hauptdarstellerin und den schlechtesten Film, an der Spitze der diesjährigen Nominierungen.
"Das ist der sagenhaft-hirnloseste Film seit Showgirls", ätzte "Razzie"-Gründer John Wilson am Montag bei der Bekanntgabe der Nominierungen.
Murphys Film "Norbit", in dem er gleich mehrere Rollen spielt, erhielt acht Nominierungen. Murphy stellt damit zugleich den fragwürdigen Rekord auf, als erster Schauspieler in einem Jahr in gleich fünf Kategorien für die Himbeere vorgeschlagen worden zu sein, darunter schlechtester Hauptdarsteller, schlechtester Darsteller in einer Nebenrolle und Drehbuch-Ko-Autor.
"Jeder einzelne seiner Charaktere war so beleidigend, dass er eine individuelle Nominierung verdiente." Die Goldenen Himbeeren werden traditionell am Vorabend der Oscars verliehen, in diesem Jahr am 23. Februar.
Auszeichnung für "Das Leben der anderen"
Nicht nur Nominierungen, sondern tatsächliche Preisverleihungen gab es am Montag indes bei den "Goldenen Tomaten". Dieser Preis prämiert die Filme mit den besten Kritiken auf der Web-Site RottenTomatoes.com, die Besprechungen aus Presse, Online-Medien und Rundfunk und Fernsehen sammelt. Dabei gewann unter anderem der Zeichentrickfilm "Ratatouille" eine Goldene Tomate. Das deutsche Stasi-Drama "Das Leben der anderen" wurde als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet.
Weitere Preise in anderen Kategorien gingen an die Filme "Once", "Abbite", "Das Bourne Ultimatum", "Juno" und No Country for Old Men" und "Harry Potter und der Orden des Phönix". Die "Faule Tomate" für den Film mit den schlechtesten Rezensionen gab es für Diane Keatons "Weil ich das so sage".
Am Dienstag werden noch weitere Nominierungen bekannt gegeben. Die Kandidaten für die Oscars. Ein Top-Favorit, der den Wettbewerb gleich in mehreren Kategorien dominiert, ist dieses Mal nicht in Sicht. Gute Chancen auf eine Nominierung als bester Film haben Experten zufolge der Thriller "No Country for Old Men", das Ölsucher-Drama "There Will Be Blood" und die Schwangerschafts-Komödie "Juno".
Überschattet wird das Preis-Spektakel in diesem Jahr vom Streik der Hollywood-Autoren. Noch ist unklar, ob die Verleihung am 24. Februar wie üblich als starbesetzte Glamour-Gala über die Bühne gehen kann.
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