Deutscher Filmpreis: "Lola" für Nina Hoss und Elmar Wepper
zuletzt aktualisiert: 25.04.2008 - 21:35Berlin (RPO). Nina Hoss hat den Deutschen Filmpreis 2008 als beste Schauspielerin gewonnen. Sie wurde am Freitagabend bei einer Gala in Berlin mit der "Lola" ausgezeichnet. Elmar Wepper erhielt den Preis als bester männlicher Schauspieler. "Auf der anderen Seite" von Fatih Akin wurde zum besten deutschen Film gekürt.
Es handelt sich um ein deutsch-türkisches Beziehungsdrama über sechs grundverschiedene Menschen, die erst der Tod zusammenführt. Hoss bekam die Auszeichnung für ihre Rolle in dem Film "Yella". Dafür hatte sie bereits bei der Berlinale 2007 einen Silbernen Bären für die beste weibliche Hauptrolle gewonnen. Damit habe sie nicht gerechnet, sagte die Schauspielerin und fügte hinzu: "Ich bin überwältigt." Die 32-Jährige hatte für ihre Darstellung bereits bei der Berlinale 2007 einen Silbernen Bären erhalten.
Wepper zeigte sich "richtig ergriffen". Er sage immer, seine Stärke sei seine Gelassenheit: "Und jetzt habe ich überhaupt nichts davon." Der Schauspieler dankte ferner der Regisseurin Dörrie. Für seine Rolle eines trauernden Witwers hatte Wepper bereits den Bayerischen Filmpreis eingeheimst.
Wepper sagte unter dem Jubel der rund 1500 Gäste, Dörrie gehöre sein Dank und sein Herz. Solch eine Rolle bekomme man nur einmal im Leben. Der Preis bedeute ihm sehr viel. "Ich weiß, das ist das Besondere vom Besonderen."
Zu den besten Nebendarstellern wurden bei den Frauen Christine Schorn ("Frei nach Plan") und bei den Männern Frederick Lau ("Die Welle") gewählt.
Der in 15 Kategorien verliehene Deutsche Filmpreis ist die am höchsten dotierte Auszeichnung für den deutschen Film. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 2,8 Millionen Euro vergeben. Insgesamt gingen bei der von Barbara Schöneberger moderierten Gala im Palais am Funkturm sechs Kinofilme ins Rennen um die begehrte Trophäe. Dazu gehörten auch "Am Ende kommen Touristen" von Robert Thalheim, "Auf der anderen Seite" von Fatih Akin, "Shoppen" von Ralf Westhoff und "Die Welle" von Dennis Gansel.
Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) lobte bei der Gala: "Die jüngste Erfolgsstory des deutschen Films setzt sich fort." Die Werke fänden wieder "zunehmend internationale Beachtung".
Als bester Dokumentarfilm wurde "Prinzessinnenbad" von Bettina Blümner ausgezeichnet, der aus dem Leben von drei Teenagern in Berlin-Kreuzberg erzählt. Als beste weibliche Nebendarstellerin wurde Christine Schorn für ihre Rolle in dem Film "Frei nach Plan" geehrt. Die Lola für den besten männlichen Nebendarsteller ging an Frederick Lau für seine Darstellung in der Jugendbuchverfilmung "Die Welle". Weitere Preise erhielten Sabine Greunig (Kostümbild/"Kirschblüten"), Ali N. Askin (Filmmusik/"Leroy") und Benedict Neuenfels (Kamera/"Liebesleben")
Zuvor waren die Regisseure Dörrie und Akin sowie die Schauspieler Wepper, Hannelore Elsner und Hanna Schygulla durch das Blitzlichtgewitter der Fotografen geschritten. Dörrie sagte, wenn Leute ihr schrieben, dass sie "beseelt" aus ihrem Film herauskämen, sei ihr das ebenso wichtig wie ein Preis. Über den roten Teppich gingen auch Marie Bäumer, Jana Pallaske, Clemens Schick, Mario Adorf, Heike Makatsch und Nadja Uhl
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