Oscar-Verleihung: Marc Rothemund "null komma null" enttäuscht
zuletzt aktualisiert: 06.03.2006 - 14:12Los Angeles (rpo). "Sophie Scholl - Die letzten Tage" von Regisseur Marc Rothemund ist als bester fremdsprachiger Film für einen Oscar nominiert gewesen. Der deutsche Beitrag ging bei der 78. Verleihung des Filmpreises in Los Angeles jedoch leer aus. Für Rothemund kein Grund enttäuscht zu sein.
"Null komma null Enttäuschung, wir sind total glücklich", sagte der 37-Jährige am Montag dem Hörfunksender Bayern 3. Nach der Gala hätten "die Leute Schlange gestanden", um ihnen zu ihrer Nominierung zu gratulieren - unter ihnen auch Jodie Foster, Anjelica Huston oder Jennifer Lopez.
Am großen Applaus im Saal habe er gemerkt, "dass wir nah dran waren, die Welt hat uns gesehen", betonte Rothemund. Auch George Clooney zählte zu den Gratulanten. Als er seinen Oscar als bester Nebendarsteller entgegennahm, habe er sogar einen Flyer von "Sophie Scholl" in der Tasche gehabt, berichtete der Regisseur.
Äußerst beeindruckt zeigte er sich auch von der Tatsache, dass selbst die Superstars "die Hosen voll" gehabt und gestottert hätten, sobald sie auf der Bühne standen. "Wenn die schon so stottern und Herzinfarkt gefährdet sind, dann will man da gar nicht hoch", betonte er.
Die Teilnahme an der Oscar-Verleihung beschrieb Rothemund als Erfüllung eines Traums. Seit 30 Jahren habe er das Spektakel im Fernsehen verfolgt. Wenn man dann einmal im Leben selbst dabei sein dürfe und auf dem roten Teppich nur wenige Meter neben Hollywoodstars wie Will Smith oder Keira Knightley stehe, "dann kann kein Gefühl der Enttäuschung aufkommen, da freut man sich die ganze Zeit nur."
"Sophie Scholl - Die letzten Tage" war als bester ausländischer Film ins Rennen um die begehrten Trophäen gegangen. Gewonnen hat in dieser Kategorie der südafrikanische Film "Tsotsi" über einen jungen Straßenräuber.
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